29.11.2020 - 11:34 Uhr
AmbergOberpfalz

IHK-Gremium Amberg-Sulzbach: Markus Frauendorfer neuer Vorsitzender

Wechsel an der Spitze des IHK-Gremiums. Markus Frauendorfer übernimmt künftig das Amt des Vorsitzenden, das vorher Rolf Pfeiffer inne hatte. Bei einer virtuellen Sitzung ist aber vor allem noch ein Thema im Fokus: Corona.

Markus Frauendorfer, Geschäftsführer der Georg Frauendorfer GmbH & Co. KG, wurde zum neuen Vorsitzenden des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach gewählt.

Die Unternehmer des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach tauschten sich in ihrer virtuellen Sitzung über den Wirtschaftsstandort im Corona-Modus aus. Zu Beginn ging es aber zuerst um Interna. Rolf Pfeiffer gab seinen Rückzug aus dem Gremiumsvorstand bekannt. Seit 2003 hat der Geschäftsführer der Deprag Schulz GmbH als Vorsitzender die Arbeit des regionalen Gremiums mit geprägt. "Ich werde mich weiterhin für die positive Entwicklung des Wirtschaftsraums Amberg-Sulzbach einsetzen und bleibe dem Gremium als ordentliches Mitglied natürlich weiter erhalten", betonte Pfeiffer. Bei der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim ist der Unternehmer zusätzlich als Vizepräsident, Mitglied der Vollversammlung und des Hauptausschusses sowie als Experte im Ausschuss Industrie, Umwelt, Energie und Technologie ehrenamtlich tätig.

Zu Pfeiffers Nachfolger wählten die Gremiumsmitglieder Markus Frauendorfer. Bereits seit 26 Jahren ist der Geschäftsführer des Einrichtungshauses Frauendorfer ehrenamtlich in der IHK aktiv. Nikola Heckmann, Geschäftsführerin der Korodur Westphal Hartbeton GmbH, wurde als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Frauendorfer dankte sowohl dem Gremium für das Vertrauen, als auch Pfeiffer für sein hohes Engagement. Er habe für die Belange der Unternehmen vor Ort immer Position bezogen und wichtige Impulse gesetzt - sei es beim Zukunftsthema Elektromobilität, der Innenstadtentwicklung in Amberg oder dem Ausbau einer modernen Breitband- und Verkehrsinfrastruktur. Daran wolle Frauendorfer anknüpfen: "Gerade mit Blick auf die Corona-Krise ist es umso wichtiger, entscheidende Standortthemen kontinuierlich weiter zu verfolgen." Darüber hinaus wurde die ehemalige IHK-Gründungsberaterin Yvonne Schieder als neue Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Amberg ab Anfang 2021 vorgestellt.

Planungen für Impfzentren

Roland Brey vom Gesundheitsamt Amberg-Sulzbach stellte dem Gremium das Infektionsgeschehen in Stadt und Landkreis vor. Die Lage sei nicht erfreulich, beide Regionen bewegen sich aktuell bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von rund 200. Den Unternehmen riet er, trotz der kalten Jahreszeit regelmäßig in den Betriebsräumen zu lüften sowie Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen auch während der Pausen der Mitarbeiter konsequent einzuhalten. Mit Vorsicht könne die Pandemie am besten bewältigt werden, bis Impfungen verfügbar sind. Das Gesundheitsamt beschäftige sich bereits intensiv mit der Planung von Impfzentren in der Region.

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Im Anschluss berichteten die Gremiumsmitglieder über ihre Erfahrungen in der Corona-Krise. Die Pandemie wirkt sich unterschiedlich stark auf die Wirtschaftszweige aus. Selbst innerhalb der Branchen, etwa im Handel und bei Dienstleistern, gebe es Gewinner und Verlierer. Automobilzulieferer, Reiseunternehmen, Gastronomie oder Tourismus sind noch nicht über den Berg. Viele Branchen wie beispielsweise das Versicherungsgewerbe kamen aber bis dato mit einem blauen Auge davon und blicken verhalten positiv auf das kommende Jahr. Einzelne Unternehmen verzeichneten sogar Umsatzzuwächse während der letzten Monate. In der Wohnungswirtschaft oder in der Baubranche ging das Geschäft ungebremst weiter. Allerdings zeichnen sich vielerorts bereits Verschiebungen und Rückgänge bei Aufträgen ab. Was das Jahr 2021 bereithält und wie die Wirtschaft insgesamt nach der Krise wieder durchstartet, hänge jetzt entscheidend vom weiteren Verlauf der Pandemie ab, waren sich die Gremiumsmitglieder einig. "Positiv hervorzuheben ist, dass die Unternehmen äußerst flexibel und kreativ auf die geänderten Rahmenbedingungen reagiert haben", sagte der neue Vorsitzende Frauendorfer. Trotz aller Herausforderungen dürfe man das Gesamtziel nicht aus den Augen verlieren: die erfolgreiche Eindämmung der Pandemie und eine baldige Rückkehr zur Normalität.

Mehr Ausbildungsplätze

Wie wichtig das Thema Aus- und Weiterbildung auch in Corona-Zeiten sei, erläuterte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Helmes. Zum Ausbildungsbeginn Anfang September startete man im Vorjahresvergleich mit einem deutlichen Minus an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Der Rückgang um 18,8 Prozent konnte bis dato auf ein Minus von rund 14 Prozent abgeschwächt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie fehlten vor allem wichtige Bausteine der Berufsorientierung an den Schulen und in den Betrieben. Trotzdem gibt es laut Statistik der Agentur für Arbeit weiterhin mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. "Dass der regionale Ausbildungsmarkt auch während der Corona-Krise ein Bewerbermarkt bleibt, begünstigt der anhaltende Trend zur höheren Schulbildung und die demografische Entwicklung", betonte Helmes und appellierte an die Unternehmer, ihr hohes Ausbildungsengagement beizubehalten. "Das beste Mittel gegen den anhaltenden Fachkräftemangel ist die Ausbildung eigener, qualifizierter Nachwuchskräfte." Für Jugendliche seien die Chancen, im Wunschberuf einen Ausbildungsplatz zu finden, aktuell sehr gut. Gemeinsam mit den Unternehmen müsse dies gerade jetzt über neue Kanäle wie beispielsweise virtuelle Ausbildungsmessen kommuniziert werden. Auf der IHK-Matching-Plattform ihk-lehrstellenboerse.de finden Bewerber und Betriebe ebenso zueinander.

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