Am kommenden Sonntag, 8. März, wählt Bayern seine Kommunalvertretungen. Vor dem Hintergrund der angespannten konjunkturellen Lage sind die Unternehmen vor Ort mehr denn je auf eine vorausschauende regionale Wirtschaftspolitik angewiesen. Darüber informiert die IHK Regensburg in einer Pressemitteilung. „Wirtschaft mitdenken!“ lautet der Titel einer Broschüre mit den wichtigsten Forderungen und Positionen der regionalen Wirtschaft vor der Kommunalwahl.
Gemeinsam mit dem IHK-Gremiumsvorsitzenden für Amberg-Sulzbach, Markus Frauendorfer, verdeutlichten der Präsident der IHK Regensburg, Christian Volkmer, und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes, worauf es für eine vorausschauende Wirtschaftspolitik vor Ort ankommt. Das IHK-Gremium Amberg-Sulzbach stand in den letzten Wochen mit den zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten im Dialog und brachte die Belange der Unternehmen ein.
Es gibt Handlungsbedarf
Den konkreten Handlungsbedarf für die Stadt Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach macht Frauendorfer deutlich: „Das Investitionsklima fördern, anstatt Großprojekte zu verhindern. Das muss der kommunale Ansatz sein. Die öffentlichen Verwaltungen müssen sich als Dienstleister der Unternehmen verstehen, die Kunden und keine Bittsteller sind. Dies gilt sowohl für städtebauliche Projekte als auch für den Energiesektor.“
Energieversorgung, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Mobilität und Standortentwicklung fordern Wirtschaft und Kommunen gleichermaßen. Besonders schwer wiegt die stetig zunehmende Bürokratie. Obwohl viele Regelungen auf EU-, Bundes- und Landesebene geschaffen werden, müssten kommunale Handlungsspielräume stärker genutzt werden – etwa durch wirtschaftsfreundliche Satzungen, zügige Genehmigungen oder pragmatische Lösungen bei Bauleitplanung, Energiefreiflächen oder im Antragswesen für internationale Fachkräfte.
Kommunen als Dienstleister
„Eine starke Wirtschaft braucht Kommunen, die Betriebe als zentrale Kunden verstehen“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes. Sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung ist ein maßgeblicher Investitionsfaktor für die Betriebe. Viele Kommunen tragen – oft über eigene Stadtwerke – besondere Verantwortung beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei Speicherlösungen, moderner Netzinfrastruktur und schnellen Genehmigungen. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel. Der IHK-Arbeitsmarktradar erwartet bis 2028 Wertschöpfungsverluste von bis zu 3,5 Milliarden Euro in der Region Oberpfalz-Kelheim. „Umso wichtiger wird es, neue Zielgruppen anzusprechen – vom Studienzweifler über Menschen ohne Schulabschluss bis zu internationalen Fachkräften“, sagt Helmes.
Das Thema Mobilität bleibt ein weiterer Schlüsselfaktor für die Entwicklung der Region: Wachsende Pendlerströme und längere Lieferwege erhöhen die Anforderungen an flexible Verkehrssysteme. Kommunen prägen maßgeblich, wie schnell Infrastrukturprojekte vorankommen und wie attraktiv ÖPNV-Angebote gestaltet sind, „die Stadt und Land sinnvoll verbinden“, so Helmes. Mit der höchsten Industriedichte Bayerns steht der IHK-Bezirk besonders im Wettbewerb um Erreichbarkeit und Flächen. Wohnraum, Gewerbe, Energie- und Verkehrsflächen müssten daher klug ausbalanciert werden.
Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.













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