Amberg
18.06.2026 - 11:33 Uhr

Integrative Onkologie in Amberg: Programm für Krebspatienten verlängert

Das Amberger Klinikum St.-Marien bietet Krebspatienten eine einzigartige integrative Krebsbehandlung an. Bewegung, Ernährung und Psychoonkologie stärken die Lebensqualität unter ärztlicher Aufsicht — finanziert durch Krankenkassen.

Eine BIA Messung dauert nur wenige Minuten. Bild: Sandra Dietl/Klinikum St. Marien Amberg
Eine BIA Messung dauert nur wenige Minuten.

Im Amberger Klinikum St.-Marien gibt es eine integrative Onkologie. Für Krebspatienten des Klinikums bedeutet das, dass sie Angebote ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung in Anspruch nehmen können. Das Angebot umfasst die Bereiche Bewegung und Sport, Entspannung, Ernährung, Psychoonkologie und Kunsttherapie, um die Lebensqualität der Betroffenen wieder zu stärken. Zum sportlichen Angebot zählt unter anderem ein Yogakurs sowie Sportkurse zum Kraftaufbau, damit man nach oder während einer Chemotherapie nicht zu viel Kraft verliert, sondern sogar Muskeln aufbaut.

Auch Ernährungsworkshops wie ein Smoothie-Kurs zählen zu den Angeboten. Diese sollen helfen, eine gesunde Ernährung und ein abwehrkräftiges Immunsystem aufrechtzuerhalten. Ein sehr wichtiges Angebot ist die Psychoonkologie, bei der die Patienten sowie Familienangehörige lernen, mit der Diagnose umzugehen. Alle Kurse sind evidenzbasiert. Überprüft wird das durch BIA-Messungen, die vor Ort stattfinden. BIA-Messung steht für Bioelektrische Impedanzanalyse und ist ein präzises Verfahren, um die Körperzusammensetzung zu messen.

Integrative Onkologie ist besonders

In der Region ist die integrative Onkologie einzigartig. Alle Angebote finden unter ärztlicher Aufsicht statt. Finanziert wird das Programm durch Spendengelder der Knappschaft und der AOK Bayern. Der Selektivvertrag mit der AOK Bayern wurde erst kürzlich für zwei weitere Jahre bis 2028 verlängert. Erstmals unterschrieben wurde der Vertrag 2024. „Wir freuen uns, auch weiterhin diese wertvolle Versorgung für unsere Versicherten in unserer Region anbieten zu können. Durch die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Amberg können Patienten in einer besonders sensiblen Krankheitsphase nachhaltig unterstützt werden“, betont Volker Schödel, Direktor der AOK Bayern.

„Wir sind sehr glücklich über die Vertragsverlängerung mit der AOK, besonders weil wir in diesem Jahr auf zehn Jahre integrative Onkologie zurückblicken können“, sagt Annika Wawersig, die Koordinatorin der integrativen Onkologie. Außerdem ist man mit anderen Krankenkassen im Austausch, um die finanzielle Stabilität der integrativen Onkologie weiter zu gewährleisten. Neben dem Selektivvertrag wird das Projekt durch Spendengelder finanziert. Ein Großteil der gesetzlich Versicherten kann das Angebot unabhängig von der Krankenkasse komplett kostenlos in Anspruch nehmen. „Dass ein Großteil der gesetzlich Versicherten dieses Leistungsangebot weiterhin wahrnehmen kann, da die AOK die Kosten dafür übernimmt, freut uns hier ganz besonders“, betont die Ärztliche Direktorin des Klinikums, Dr. Ramona König.

OnetzPlus
Amberg05.06.2024
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