Amberg
23.03.2021 - 10:47 Uhr

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen bei der Bergwacht Amberg

Mit großer Mehrheit wählte die Bergwachtbereitschaft Amberg Markus Arnold zu ihrem neuen Bereitschaftsleiter. Seine beiden Stellvertreter heißen Timo Schmidt und Alexander Renner.

Die Einsätze der Bergwacht nehmen auch in unserer Region immer mehr zu. Das liegt auch am Freizeitverhalten der Menschen in der Pandemie. Urlaub zu Hause ist im Trend. Symbolbild: Bergwacht Amberg/exb
Die Einsätze der Bergwacht nehmen auch in unserer Region immer mehr zu. Das liegt auch am Freizeitverhalten der Menschen in der Pandemie. Urlaub zu Hause ist im Trend.

Der Wahl der Bergwachtbereitschaft Amberg ging am 3. März eine Jahreshauptversammlung voraus, die Corona-bedingt zum ersten Mal in digitaler Form stattfand. Wie in allen Bereichen, waren auch die Tätigkeiten der Bergwacht Amberg im vergangenen Jahr von der Pandemie überschattet, heißt es in einer Presse-Info der Bergwacht. Besonders die Absage des traditionellen Hüttenfests in Freudenberg fiel den Verantwortlichen nicht leicht. Stark eingeschränkt war auch die Ausbildung, die, wo möglich, digital abgehalten wurde. Hierzu steht seit mehreren Jahren die "Wissensbox" als digitale Lernplattform der Bergwacht Bayern zur Verfügung. Um die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten, mussten nichtsdestotrotz einige Ausbildungen unter Einhaltung der Hygiene-Regeln in Präsenzform abgehalten werden. Die Bereitschaftsleitung dankte allen Ressortverantwortlichen für ihren Einsatz: Markus Demleitner (Technik), Jonas Bogner (Ausbildung), Manfred Süß (Jugendgruppe), Maximilian Knab (Öffentlichkeitsarbeit) und Katrin Schmidt (Finanzen).

Vermutlich ebenfalls Corona-bedingt war 2020 für die Bergwacht Amberg auch aufgrund der starken Zunahme der Einsatzzahlen ein besonderes Jahr: Insgesamt 46 Einsätze arbeiteten die Ehrenamtlichen im Kalenderjahr 2020 ab. Dies sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2019, in dem 19 Einsätze gezählt wurden, heißt es. Da von 2015 bis 2019 durchschnittlich 17 Einsätze pro Jahr zu verzeichnen waren, darf die Einsatzsteigerung im vergangenen Jahr durchaus als "außerordentlich" bezeichnet werden, so die Verantwortlichen. Die Bergwacht Amberg reiht sich damit in einen Trend ein, von dem alle Bereitschaften in der Region Frankenjura betroffen sind. Bayernweit berichtet die Bergwacht Bayern zwar für das vergangene Jahr nur eine leichte Zunahme der Einsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr, bemerkt jedoch gleichzeitig eine deutliche Umverteilung der Einsätze vom Hochgebirge in die Mittelgebirge: Während im Hochgebirge die verkürzte Skisaison und die eingeschränkten Reisemöglichkeiten zu einem Rückgang der Einsätze führten, machten viele Menschen in diesem Jahr "Urlaub daheim" und waren dementsprechend in der Region im Freien aktiv. Den größten Teil der Patienten stellen Outdoorsportler wie Kletterer, Mountainbiker und Wanderer dar, die im unwegsamen Gelände die Hilfe der Bergwacht benötigen.

Primäres Einsatzgebiet der Bergwacht Amberg ist der Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg. Die Einsatzschwerpunkte liegen dabei klar im westlichen Teil des Landkreises (Klettergebiet Frankenjura/ Europas größtes zusammenhängendes Sportklettergebiet) mit überregional bekannten Klettersteigen, wie dem Höhenglücksteig bei Hirschbach und rund 200 Kletterfelsen um Königstein, Illschwang und Kastl. Im östlichen Teil des Landkreises stellt der Monte Kaolino in Hirschau vor allem im Hochsommer einen Einsatzschwerpunkt dar, während am Langlaufzentrum auf dem Rotbühl dagegen vor allem im Winter Einsätze zu verzeichnen sind. Da im Jahr 2021 bislang bereits zehn Einsätze nötig waren, rechnet die Bergwacht Amberg damit, dass sich dieser Trend fortsetzt.

Amberg11.02.2021
 
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