Seine Haushalte, die er zwischen 1968 und 1993 aufgestellt hat, waren immer grundsolide, seine Amtsführung über jeden Zweifel erhaben und immer tadellos. Am Dienstag ist Josef Kotzbauer im Alter von 90 Jahren gestorben. Er hinterlässt seine Frau Dorle, seine beiden Kinder und die vier Enkel mit ihren Familien.
Josef Kotzbauer, ein Name, der in Amberg immer gleichbedeutend war mit seriösem Umgang mit dem Geld der Bürger. Kotzbauer war durch und durch Amberger. 1929 erblickte er hier in der Glückaufstraße am Eisberg das Licht der Welt, hier besuchte er die Don-Bosco-Schule im Raseliushaus und erlebte mit, wie die benachbarte Synagoge in der Reichspogromnacht 1938 geplündert und ihr Innenleben verbrannt worden ist. 1950 machte Josef Kotzbauer an der damaligen Oberrealschule sein Abitur, anschließend verdingte er sich für ein dreiviertel Jahr als Hilfsarbeiter in der Schleudergießerei der Luitpoldhütte.
Dann aber klappte es mit der Bewerbung für den gehobenen Dienst bei der Stadt Amberg. Damit begann eine sehr zielgerichtete Karriere, die Josef Kotzbauer schließlich auf den Stuhl des Kämmerers brachte.
Zuvor lernte er aber noch die Ämter der Stadtverwaltung kennen, wo er mehrere Stationen durchlief. Vom Haupt- über das Personalamt, das Stadtarchiv und das Verwaltungsamt ging es zum Bauamt und in die Kämmerer, wo er am 1. Februar 1968 offiziell den Chefposten übernahm.
Josef Kotzbauer galt in seinem Amt als durchaus sparsam, aber nicht knausrig. Fleißig mehrte er in den guten Zeiten das ihm anvertraute Geld der Amberger, gestaltete die finanzielle Seite der Gebietsreform 1972 ebenso mit wie den Beginn der Altstadtsanierung. Die bis heute andauernde Sanierung des Klinikums St. Mariens, der Neubau des Kurfürstenbades, die Vorbereitung der Landesgartenschau 1996 und der Bau des Kongresszentrums fielen in seine Amtszeit.
Nun ist Josef Kotzbauer friedlich entschlafen. Das Requiem findet am Mittwoch, 24. April, um 10 Uhr in St. Georg statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreise.













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