23.04.2020 - 19:44 Uhr
AmbergOberpfalz

JU-Kreisvorsitzender zieht Bilanz der Kreistagswahl in Amberg-Sulzbach

Beim ersten eigenständigen Antreten zur Kreistagswahl bekam die JU vier Mandate. Der Schwung, mit dem die vier Neuen die Sache angehen, spiegelt sich auch darin wider, dass schon vier Tage nach der Wahl die erste Fraktionssitzung war.

Henner Wasmuth.
von Markus Müller Kontakt Profil

JU-Kreisvorsitzender Henner Wasmuth (27) steht auch an der Spitze der Fraktion. Der Illschwanger darf sich durch das Wahlergebnis in seinem Kurs bestätigt fühlen. Immerhin hat die JU die Zielvorgabe sogar übertroffen.

ONETZ: Herr Wasmuth, haben Sie das Ergebnis der Kommunalwahl schon in den dafür zuständigen Gremien analysiert?

Henner Wasmuth: Die neugewählte JU-Fraktion im Kreistag konnte am 20. März ihre erste Sitzung abhalten. In dieser Sitzung wurde ich zum Fraktionsvorsitzenden und Susanne Braun zu meiner Stellvertreterin gewählt. Eine Analyse der Wahl mit dem Kreisausschuss der JU und den Kandidaten war leider aufgrund der Covid-19-Pandemie danach nicht mehr möglich. Es ist hier aber ein größerer Online-Termin mit dem genannten Kreis geplant.

ONETZ: Wie lautet denn Ihre Bilanz der Kreistagswahl?

Henner Wasmuth: Aus Sicht der JU-Fraktion sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis der gesamten Liste. Über 7 Prozent und vier Sitze zeigen deutlich, dass die Bürger auch eine Verjüngung des Kreistags wünschen. Der Wahlvorschlag der JU ist in allen Teilen des Landkreises, bei allen Altersgruppen und Berufsgruppen sehr gut angenommen worden. Die jungen Kandidaten haben gezeigt, dass ein Wahlkampf mit echten Themen, viel Engagement und Herzblut von der Jugend geführt werden kann. Wir freuen uns, unsere Themen in den nächsten sechs Jahren mit einer eigenen JU-Fraktion in den Kreistag einbringen zu dürfen.

ONETZ: Lässt sich aus dem Ergebnis bereits etwas über die Zusammenarbeit im künftigen Kreistag ableiten?

Henner Wasmuth: Es wird spannender! Mit einer eigenen Fraktion hat die Junge Union die Möglichkeit, in allen Ausschüssen und Gremien ihre Themen anzubringen. Wir werden bei der inhaltlichen Zusammenarbeit gerne offen und partnerschaftlich mit allen Beteiligten für die Zukunft unseres Landkreises arbeiten.

Wie sich die JU Amberg-Sulzbach vor der Wahl äußerte

Amberg

ONETZ: Welches Verhältnis werden Sie im neuen Kreistag zur CSU-Fraktion pflegen?

Henner Wasmuth: Inhaltlich wird es mit der Fraktion der CSU sicher einige Schnittmengen geben. Bei thematischen Übereinstimmungen wird mit der CSU-Fraktion, genauso wie mit den weiteren Fraktionen zusammengearbeitet. Die CSU-Fraktion hat als mit Abstand größte Fraktion eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Mehrheiten für die Anträge der Jungen Union. Die JU wird daher selbstverständlich auch bei Anträgen mit der CSU sprechen. Eine Zusammenarbeit mit unserem Landrat Richard Reisinger ist selbstverständlich ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Arbeit im Kreistag.

ONETZ: Welches Wahlergebnis im Landkreis hat Sie persönlich am meisten überrascht?

Henner Wasmuth: Das Wahlergebnis der Jungen Union in Summe war für mich persönlich eine sehr schöne Überraschung. Die Kandidaten der Jungen Union sind häufig auch auf hinteren Listenplätzen mit sehr guten Ergebnissen vom Bürger ausgestattet worden. Diese Bereitschaft, auch Schülern und Auszubildenden sowie jungen Menschen allgemein eine Chance zur politischen Mitwirkung zu geben, fand ich persönlich äußerst gut.

ONETZ: Wie müssen Sie als JU auf das Ergebnis der Kommunalwahl reagieren?

Henner Wasmuth: Die Junge Union hat in ihren Programmheften zur Kommunalwahl klare Forderungen und Themen benannt. Nun geht es darum, diese Themen anzupacken und umzusetzen. Hinter diesem Ziel steht die gesamte JU Amberg-Sulzbach mit ihren gut 500 Mitgliedern.

ONETZ: Denken Sie, dass die gegenwärtige Coronakrise langfristige Auswirkungen auf die Art und Weise haben wird, wie man in Zukunft Kommunalpolitik betreibt?

Henner Wasmuth: Gerade die Kommunalpolitik ist die Politik mit dem größten Kontakt zu den Bürgern. Eine grundsätzliche Veränderung sehe ich hier nicht. Aber dennoch hat der Wahlkampf auf den letzten Metern gezeigt, dass wer in den sozialen Netzwerken gut aufgestellt ist, weiterhin Werbung betreiben konnte und nicht durch den Ausfall des "Analogen" komplett ausgeschaltet war. Angetrieben durch die Coronakrise werden alle Parteien zusätzliche digitale Angebote und Netzwerke schaffen. Die Junge Union ist auch auf diesem Feld gut aufgestellt.

Die JU-Fraktion im Amberg-Sulzbacher Kreistag mit (von links) Florian Bart, Jonas Dittrich, Susanne Braun und Henner Wasmuth. Die JU war erstmals mit einer eigenen Liste zur Kreistagswahl angetreten.

 

 

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