"Was täten wir, meine Herren, ohne die Frauen?!", fragte Dekan Markus Brunner, der auf die Bedeutung der Weiblichkeit in der Kirche einging. Ihr Teilhabe am Sendungsauftrag der Kirche sei vielfältig und daher unverzichtbar für die Vitalität der Gemeinschaft. Brunner wollte auch wissen: "Was macht denn den Frauenbund überhaupt aus?"
Um diese Frage zu beantworten, warf der Geistliche einen Blick auf die Anfänge, die Geschichte und das Selbstverständnis des Verbandes. Der Katholische Deutsche Frauenbund wurde am 16. November 1903 in Köln als Teil der damaligen Frauenbewegung gegründet. Bundesweit gibt es derzeit laut Brunner etwa 180 000 Mitglieder in mehr als 1800 Zweigvereinen - verteilt auf 21 Diözesen. Der Dekan: "Ein besonderes Anliegen des Frauenbundes ist, dass sich Frauen ihrer sozialen und politischen Verantwortung als Christinnen bewusst werden und sich motivieren lassen, sich aktiv am kirchlichen, gesellschaftlichen und politischen Leben zu beteiligen." Seit 50 Jahren sei der Zusammenschluss eine nicht mehr wegzudenkende Größe. Er erinnerte daran, dass 1968 am Georgstag, 23. April, der Zweigverein aus der Taufe gehoben wurde. Er und Vorsitzende Maria Paulus ehrten die noch lebenden Gründungsmitglieder Margarethe Strobl, Thekla Rupprecht, Theresia Niebler und Franziska Zinkl.
Zum Jubiläum haben sich die Georgsfrauen neben großen Samtfahne nun ein leichtes Banner angeschafft, mit dem sie ein sichtbares Zeichen ihrer Präsenz und ihres Zusammenhalts bei Wallfahrten zeigen. Es wurde durch den kirchlichen Segen seiner Bestimmung übergeben.
![Bei der 50-Jahr-Feier sind auch alle lebenden Gründungsmitglieder mit von der Partie. Sie werden von Dekan Markus Brunner und Vorsitzender Maria Paulus geehrt: Franziska Zinkl (links), Theresia Niebler (Dritte von rechts), Thekla Rupprecht (Zweite von rechts) und Margarethe Strobl (rechts). Bild: Schütz, Adele [ads]](https://www.onetz.de/f/ic/Detailed/articlemedia/2018/10/01/d2fa2e2a-c2b2-4efc-b334-eb3726566b3c.jpg)













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