30.12.2020 - 10:13 Uhr
AmbergOberpfalz

Kaputtes Unfallauto steht seit zwei Monaten an Regensburger Straße in Amberg

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Der Unfall liegt schon etwas zurück. Am 2. November fuhr ein Mann (85) auf der Regensburger Straße in Amberg mit seinem Auto auf den Vordermann auf. Der kaputte Ford des Seniors steht seitdem auf einem Parkplatz am Seitenstreifen.

Seit 2. November steht dieser Ford eines 85-Jährigen an der Regensburger Straße. Da sich der Mann nicht um sein Auto kümmern kann, wird es laut Polizeiangaben demnächst abgeschleppt.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Wer in Amberg regelmäßig auf der Regensburger Straße unterwegs ist, hat sich an den Anblick bereits gewöhnt. Auf Höhe des Hautarzt-Zentrums steht seit fast zwei Monaten ein beschädigtes Auto mit Amberger Kennzeichen. Die Folgen eines eher harmlosen Auffahrunfalls, der sich bereits am 2. November ereignete, sind selbst im Vorbeifahren nicht zu übersehen.Eine Frage drängt sich vielen zwangsläufig auf: Warum kümmert sich niemand um das Fahrzeug? Die Antwort kennt Erster Polizeihauptkommissar Hans-Peter Klinger von der Polizeiinspektion. Er lässt auf Nachfrage wissen, dass der 85 Jahre alte Fahrer nach dem Unfall medizinisch versorgt werden musste. Über sein Auto konnte er sich vorerst folglich keine Gedanken machen. Für die Polizei sei das trotz einer an dieser Stelle vorgeschriebenen maximalen Parkdauer von zwei Stunden noch kein Problem. In Fällen wie diesen sei es klar, dass das Auto nicht von einem Tag auf den nächsten abgeholt werden kann.

Als sich aber über einen längeren Zeitraum nichts tat und der Ford noch immer unbewegt an der Regensburger Straße sein Dasein fristete, begann die Polizeiinspektion Amberg zu ermitteln und fand laut Klinger heraus, dass der Mann seine Kfz-Versicherung nicht gezahlt hatte: "Aus welchen Gründen auch immer." Es sei folglich anzunehmen, dass der Senior für die erforderliche Reparaturen in Höhe von rund 7000 Euro nicht aufkommen könne und deswegen kein Interesse mehr an dem Fahrzeug habe.

Diesen Aufkleber haben Polizeibeamte an dem Auto angebracht.

Entscheidender sei aber der Umstand, dass der Mann altersbedingt wohl nicht mehr in der Lage sei, fahren zu dürfen. Klinger wörtlich: "Da geht es weniger ums Wollen als ums Können." Am 5. Dezember, also mehr als einen Monat nach dem Unfall, wurde die Polizei erneut tätig. Nachdem sie den Mann an sein Fahrzeug erinnert hatte, er es aber weiterhin stehenließ, brachten die Beamten einen roten Aufkleber an, auf dem zu lesen ist: "Dieses Fahrzeug steht unberechtigt auf öffentlicher Verkehrsfläche. Bitte entfernen sie es bis 28. 12. 2020."

Das war der Montag dieser Woche, doch getan hat sich noch immer nichts. "Wir haben das im Auge", sagt Klinger und geht davon aus, dass sich der 85-Jährige nicht mehr darum bemühen wird, sein Auto zu entfernen, das nun "in den nächsten Tagen" abgeschleppt werden soll. Wegen der Corona-Pandemie und dem just am 28. Dezember erfolgten neuerlichen Wintereinbruch sei ein Abschleppdienst auf die Schnelle nicht verfügbar. Hans-Peter Klinger geht davon aus, dass das Auto "noch über die Feiertage", sprich den Jahreswechsel, an der Regensburger Straße zu sehen sein wird. Dann aber werde es verschwinden und der Verwertung zugeführt.

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