20.06.2018 - 17:47 Uhr
AmbergOberpfalz

Keine Angst vor Kino-Konkurrenz in Weiden

Kino-Betreiber Michael Thomas möchte in der Nachbarstadt ebenfalls ein Cineplex errichten. Zuschauer-Einbußen in Amberg befürchtet er dadurch nicht. Aber er braucht einen langen Atem.

Kino-Inhaber Michael Thomas (Mitte) erklärt den CSU-Stadträten aus Amberg und Weiden mit Leidenschaft, wie Kino funktioniert.

(ll) Sogar beim Friseur musste Michael Cerny in der (etwas längeren) Planungsphase Auskunft geben, wann denn nun das neue Cineplex-Kino nach Amberg kommt. Das mit dem starken Wunsch nach einem modernen Kino und dem langen (eigentlich sogar: noch längeren) Vorlauf kennt man auch in Weiden. Deshalb war das Cineplex am Montag die erste Station beim Erfahrungsaustausch der CSU-Stadtratsfraktionen aus den Nachbarstädten.

Kino-Inhaber Michael Thomas untermauerte sein Interesse, auch in Weiden ein Cineplex zu errichten. Aber nicht an der Peripherie, wie gelegentlich vorgeschlagen. "Unsere Philosophie ist: Ein Kino gehört in die Stadt." In Amberg sei es nicht nur wegen seiner Außenfassade ein Glanzstück, sondern auch als Frequenzbringer für die Altstadt, bemerkte CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann. Dass die Frage der Parkplätze dabei nicht zu unterschätzen sei, bestätigte Michael Thomas: "Sie dürfen nicht weiter als zwei oder drei Minuten Fußweg entfernt sein."

Für die Amberger Cineplex-Erfolgsgeschichte mit einer Investition von mehr als 10 Millionen Euro steht die Zahl von 257 600 Besuchern im Jahr 2017, die weit über den prognostizierten 220 000 liegt. Dass eine Konkurrenz in Weiden diesen Spitzenwert stark beeinträchtigen könnte, glaubt Thomas nicht: "Der Überlappungsbereich ist sehr überschaubar." Die Cineasten unter den Stadträten wollten wissen, was in Amberg die erfolgreichsten Filme waren. Kinoleiter Stephan Götz hatte das gleich parat: Die meisten Zuschauer kamen in "Fack ju Göhte 2", aber am längsten lief "Schweinskopf al dente".

Beim Skate-Park am Schanzl, der zweiten Station, erläuterte OB Cerny den Gästen, wie man eine solche Anlage so anlegt, dass sie auch genutzt wird: die Skate-Begeisterten schon von der Planung an integrieren und mitarbeiten lassen, dann identifizierten sie sich von Anfang an mit dem Parcours. Die aus dieser Einbindung entspringenden Extras waren der Stadt dann auch ein paar Euro mehr wert als nach der ursprünglichen Planung. Bernhard Frank vom Team Grün der Stadt konnte das sogar genau beziffern: Statt 200 000 Euro waren es zum Schluss 285 000 Euro. Die Weidener Skate-Anlage am Jugendzentrum, die saniert werden soll, ist allerdings etwa doppelt so groß wie das 2184 Quadratmeter zählende Areal in Amberg.


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