15.06.2020 - 13:07 Uhr
AmbergOberpfalz

Kinos in Amberg und Sulzbach-Rosenberg bleiben vorerst geschlossen

Ein mitreißender Film, Popcorn und die Freunde im Schlepptau: Musik in den Ohren eines leidenschaftlichen Kinogängers. Auf dieses Ritual müssen die Amberger und Sulzbach-Rosenberger weiter verzichten. Die Kinosäle bleiben zu. Vorerst.

Dicht an dicht vor der großen Leinwand: Durch das Coronavirus rückt ein "normaler" Kinoabend in weite Ferne. Immerhin eine Wiedereröffnung des Amberger CIneplex ist in Sicht.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Für Kinofans in Bayern konnte dieser Tag gar nicht früh genug kommen: der 15. Juni. Seit Montag dürfen im Freistaat die Kinosäle wieder öffnen, nachdem die Leinwände seit Mitte März dunkel waren. Der Haken: In Amberg und Sulzbach-Rosenberg bleibt das vorerst auch so. Weder das Cineplex in Amberg, noch das Sulzbach-Rosenberger Lu-Li konnten und wollten diesen Stichtag einhalten. "Wir mussten ja selbst ein Hygienekonzept erarbeiten. Das muss sich erst einspielen", erklärt Sebastian Lehnert die Entscheidung des Cineplex. Am auf den 26. Juni folgenden Wochenende wolle man einen Testbetrieb starten, um auszuloten, ob die Maßnahmen greifen. Natürlich würden auch wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle spielen. Das Angebot an Filmen sei derzeit arg begrenzt, mit einem allzu großen Andrang sei nicht zu rechnen. "Tenet, der große Blockbuster, auf den alle warten, ist auf Ende Juli verschoben worden", so Lehnert. Trotzdem ist natürlich ein bisschen Vorlauf notwendig. Offiziell und mit eingeschränkten Öffnungszeiten geht es ab dem 1. Juli los. Geplant sind tägliche Abendveranstaltungen und ein Familienprogramm am Nachmittag.

Die Corona-Pandemie stellt die Kinobetreiber vor so manche Herausforderung.

Weiden in der Oberpfalz

Noch deutlich mehr Zeit lässt sich Dieter Hierstetter, der das Lu-Li-Kino in Sulzbach-Rosenberg betreibt. Er denkt bei einem Termin für die Wiedereröffnung eher in Richtung August. "Wir müssen uns fragen: Wollen die Leute jetzt überhaupt ins Kino gehen mit den ganzen Hygienevorschriften? Die meisten werden da lieber einen Biergarten aufsuchen, gerade im Sommer." Irgendwann müsse es natürlich wieder losgehen, das ist ihm klar. "Aber dafür müssen erst einmal genügend Filme auf den Markt kommen, sonst lohnt sich der Kostenaufwand nicht." Sein Hoffnungsschimmer war der neue Eberhofer-Krimi "Kaiserschmarrndrama", der eigentlich im Sommer starten sollte – und nun ebenfalls nach hinten geschoben wurde. "Außer Spesen nichts gewesen. Hoffentlich kommen bald Lockerungen." Hierstetter weiß um die harte Realität und hofft doch auf einen Weg aus dem Corona-Tal. Eine Sehnsucht, die Filmfreunde in Amberg wie in Sulzbach-Rosenberg teilen dürften.

Was sich ab dem 15. Juni ändert: ein Überblick

München
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