03.08.2018 - 11:33 Uhr
AmbergOberpfalz

Kirwa fordert Manneskraft

Dass die Akteure bei einer Kirwa ziemlich gefordert sind, ist klar. Dass dabei aber vor allem Manneskraft gefragt ist, überrascht dann doch. 

Beim Baumaufstellen ist Muskelkraft gefordert.
von Heike Unger Kontakt Profil

Eine Glosse von Heike Unger

Der eine Stuhl, der selbst bei ausverkauften Veranstaltungen immer frei bleibt, begegnet der Redaktion regelmäßig. In Berichten, in denen zu lesen ist, dass ein Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Vor dem inneren Auge erscheint ein einsamer Schemel. Vermutlich ganz hinten links. Übrig gelassen wie der sprichwörtliche Anstandshappen am ansonsten leer gegessenen Büfett. Eigentlich eine nette Geste. Für den einen Gast, der in letzter Minute auftaucht. Der damit aber auch ein bisschen unhöflich ist.

Ganz auf der Strecke bleibt der Anstand aber neuerdings bei den Kirwan im Landkreis Amberg-Sulzbach. Und zwar nicht, weil dort der letzte Platz frei wäre. Sondern weil man sich mit einer gewissen Hartnäckigkeit rühmt, den Kirwabaum "nur mit Manneskraft" aufgestellt zu haben.

Im Kopfkino wünscht man dann den Kirwaburschen dann genau den berühmten letzten Platz. Damit sie sich kurz niedersetzen und angesichts jenes unmenschlichen Kraftakts einmal tief durchschnaufen können. Vielleicht käme ihnen dann auch der Gedanke, dass es sicher leichter wäre, den Kirwabaum mit Muskelkraft aufzustellen.

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