Die Kläranlage in Theuern, die unter anderem die Abwässer der Stadt Amberg verarbeitet, ist etwas in die Jahre gekommen. Seit 27 Jahren ist sie mittlerweile in Betrieb, entsprechend fallen immer wieder Investitionen an, um sie auf dem aktuellen technischen Stand zu halten. Der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung der Stadt Amberg und der Gemeinde Kümmersbruck (ZAB) beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit der Haushaltsplanung für 2019 und Investitionsplanung bis 2022, in der dieses Thema unter anderem eine Rolle spielte.
Jens Wein neu im Gremium
Doch zuvor stellte sich der Neue in der Runde vor. Jens Wein gehört als Nachfolger von Kämmerer Franz Mertel nunmehr dem Zweckverband an. Josef Weigert, der Leiter des städtischen Haushalts- und Steueramtes, zeichnete aber für die Zahlen verantwortlich, die den Mitgliedern des Zweckverbands vorlagen. Demnach belaufen sich die Sachwerte und Anlagen des ZAB aktuell auf rund 34 Millionen Euro Buchwert. Der Zweckverband ist seit 2018 völlig schuldenfrei, so dass keinerlei Kosten für Zinsen oder Tilgungen anfallen. Die Kläranlage ist zu 100 Prozent abbezahlt. Die Ausgaben (und ebenso die Einnahmen) des Zweckverbandes belaufen sich im Jahr 2019 auf 5 043 400 Euro.
Konkret sind das 3 375 000 Euro für den Verwaltungshaushalt, also Betriebs- Unterhalts- und Personalkosten sowie knapp 1,17 Millionen Euro für den Vermögenshaushalt, also reine Investitionen. Damit steigt die Quote gegenüber 2018 um mehr als 20 Prozent. Größte Einzelposten sind die Erweiterung des Betriebsgebäudes mit 1,1 Millionen Euro, Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Energieeffizienz mit 100 000 Euro und Sanierungsarbeiten, um die Kläranlage konstant auf einem modernen Stand zu halten.
Jährlich zwei Millionen
Im Verwaltungshaushalt schlägt sich die aufgrund gesetzlicher Veränderungen der Düngemittelverordnung erschwerte Entsorgung des Klärschlamms mit einer Kostensteigerung um 220 000 Euro zu Buche. Zusammen mit den tariflichen Anstiegen der Personalkosten ergibt sich gegenüber 2018 eine Kostensteigerung um insgesamt 10,85 Prozent. Die langfristige Planung geht von mittleren jährlichen Investitionen von durchschnittlich zwei Millionen Euro aus.
Die drei Verbandsmitglieder Amberg, Kümmersbruck und Freudenberg werden auch künftig die laufenden Ausgaben über langfristig kalkulierbare Umlagen tragen. Für die Bürger, so Geschäftsführer Norbert Füger, ergeben sich erst einmal keine spürbaren Veränderungen.













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