18.03.2020 - 17:04 Uhr
AmbergOberpfalz

Klinkum Amberg richtet externe Sichtungsstelle ein

Die Arbeit des Krisenstabs im Klinikum St. Marien in Amberg trägt Früchte: Derzeit wird eine externe Sichtungsstelle für Patienten mit Erkältungs- und Grippesymptomen eingerichtet. Für die Kindernotaufnahme gelten neue Zugangsregeln.

Künftig ist der Zugang zur Kindernotaufnahme ausschließlich vom Mariahilfbergweg aus möglich: Klinikumsvorstand Manfred Wendl appelliert: "Kommen Sie nicht mit Ihren Kindern in die Zentrale Notaufnahme."
von Kristina Sandig Kontakt Profil

In St. Marien tagt täglich ein Krisenstab, um aktuelle Maßnahmen und Vorgehensweisen zu besprechen und festzulegen. Dies teilt das Klinikum in einer Presseinformation mit. Aktuell behandelt das Amberger Krankenhaus zwei bestätigte Covid 19-Patienten sowie acht Verdachtsfälle. Die Sitzungen des Krisenstabs dienen laut Klinikumsvorstand Manfred Wendl "sowohl dem Schutz unseres Personals als auch der Bevölkerung". In einem ersten schritt seien alle Veranstaltungen, Kurse und Sprechstunden bis Ende April abgesagt worden. Zudem würden die Einsatzpläne unseres Personals umgearbeitet und geändert.

Besuche im Klinikum nur noch in Ausnahmefällen erlaubt

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Konkret bedeutet dies, dass ein Teil des Personals (medizinisch oder administrativ) zu Hause in Bereitschaft bleibe. Der andere Teil arbeite in festen Teams und Schichten. "So können wir Kontakte und damit das Infektionsrisiko deutlich minimieren sowie die Betriebssicherheit erhöhen", erklärt Manfred Wendl die Gründe für diese Maßnahme. Außerdem stehe das Amberger Klinikum in engem Kontakt zur Führungsgruppe des Katastrophenschutzes, um schnell reagieren zu können.

Zugang zur Kindernotaufnahme verändert

In den Räumen der Berufsfachschule für Pflege, in denen derzeit kein schulischer Betrieb stattfindet, richtet das Klinikum eine externe Sichtungsstelle ein. Patienten mit Grippe- und Erkältungssymptomen werden dort klinisch untersucht. Nach dieser Sichtung werde entschieden, ob eine stationäre Aufnahme erfolgen muss. Mit dieser externen Sichtungsstelle sollen unnötige Kontakte mit anderen Kranken in der Zentralen Notaufnahme und damit einhergehender unnötiger Kontakt vermieden werden, heißt es weiter in der Pressemitteilung des Klinikums.

Operationen im Klinikum verschoben

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Künftig ist der Zugang zur Kindernotaufnahme ausschließlich vom Mariahilfbergweg aus (gegenüber dem Eingang des Schlaflabors) möglich. Der Zugang ist ausgeschildert. Eindringlich appelliert Klinikumsvorstand Manfred Wendl an die Eltern: "Bitte kommen Sie mit ihren Kindern nicht in die Zentrale Notaufnahme an der Wiltmaisterstraße." Auch bei Kindern gelte, dass bei Erkältungssymptomen vorher telefonisch Kontakt aufgenommen werden soll, teilt die Pressestelle des Klinikums mit.

Info:

33 Intensivplätze

Das Klinikum hat laut Pressemitteilung in dieser Woche seine Kapazität an Intensivplätzen für Erwachsene erhöht: von 25 auf 33. Mit dieser Erweiterung können derzeit maximal 29 Beatmungsplätze für Erwachsene betrieben werden, heißt es aus dem Klinikum. Ein weiterer Ausbau der Intensiv- und Beatmungskapazitäten sei möglich, wenn zusätzliche Geräte von der Bundesregierung wie angekündigt zur Verfügung gestellt würden. Eingeschränkt ist für die Patienten derzeit das Speisenangebot. Um Kontakte zu reduzieren und Infektionsrisiken zu minimieren, kommen seit gestern keine Verpflegungsassistentinnen mehr auf die Stationen, um die Essenswünsche der Patienten abzufragen. Angeboten werden bis auf weiteres vegetarische oder leichte Vollkost.

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