Amberg
11.08.2019 - 14:08 Uhr

Köche zu Ehren ihres Schutzpatrons in Amberg

Sie waren aus Amberg, Coburg, Bamberg, Nürnberg und Donau-Ries gekommen. Und sorgten in ihrem Outfit für Aufsehen in der Stadt. Mit einer Festmesse erwiesen sie ihrem Schutzpatron die Ehre.

Auf Einladung des Clubs der Amberger Köche kamen Vertreter der Zweigvereine des bayerischen Landesverbands nach Amberg, um eine Messe zu Ehren ihres Schutzpatrons Laurentius zu feiern. Bild: ads
Auf Einladung des Clubs der Amberger Köche kamen Vertreter der Zweigvereine des bayerischen Landesverbands nach Amberg, um eine Messe zu Ehren ihres Schutzpatrons Laurentius zu feiern.

Mit Köchen verschiedener Zweigvereine des Landesverbands feierte am Samstag der Club der Amberger Köche den Gedenktag ihres Schutzpatrons. Das Fest zu Ehren des Heiligen Laurentius richteten die Amberger Köche mit ihrer Vorsitzenden Michaela Fröhler schon zum sechsten Mal aus.

In einem Festzug marschierten die Köche, die nicht nur ihre Fahne, sondern auch eine geschnitzte Figur des Heiligen Laurentius dabei hatten, zur Schulkirche. Dort empfing Stadtpfarrer Thomas Helm die Köche, denen sich auch Oberbürgermeister Michael Cerny angeschlossen hatte. Michaela Fröhler hatte die Laurentius-Messe vorbereitet, eine Broschüre mit allen Liedern, Lesungen, Gebeten und Fürbitten sowie der Heiligenlegende des Laurentius zusammengestellt, die Kirchenbänke mit kleinen Kochmützen geschmückt.

Musikalisch gestalteten Regionalkantor Bernhard Müllers (Orgel) und Melanie Dotzler (Gesang) den Gottesdienst, die Köche trugen Fürbitten vor: "Wie in unseren Gerichten die verschiedenen Gewürze miteinander harmonieren müssen, so lass auch uns in unserer Gemeinschaft das Miteinander gelingen. Hilf uns, Gott, dass wir die verschiedenen Rezepte unter einen Hut bringen und schenke uns vor allem Freude am Kochen."

Pfarrer Helm ging auf den Märtyrertod des Heiligen Laurentius ein, der auf dem Grillrost zu Tode gefoltert worden war, und zitierte Papst Leo den Großen: "Das Feuer des Glaubens, das in ihm brannte, half ihm das äußere Feuer des Martyriums zu bestehen." Helm widmete sich in der Predigt außerdem den wahren Schätzen des Menschen. Erstklässler hätten ihm gesagt, dass die wahren Schätze Menschen wie Mama, Papa und Geschwister seien. "Wo unsere wahren Schätze sind, ist auch unser Herz", betonte Helm. Laurentius habe für die ihm anvertrauten Menschen alles gegeben, ja sogar sein Leben.

Von Gott erbat der Priester die Weisheit, wahre und falsche Schätze zu unterscheiden, um stets Menschen über materielle Dinge zu stellen. Am Ende des Gottesdienstes zollte Oberbürgermeister Michael Cerny den Amberger Köchen Anerkennung, dass sie die Tradition der Laurentiusfeier pflegen und eine Messe zu Ehren des Schutzpatrons mit den Zweigvereinen des Landesverbands zelebrieren. Nach dem Gottesdienst trafen sich die Köche zum Spanferkelessen in gemütlicher Runde in Kienlohe.

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Der Schutzpatron

Laurentius ist der Schutzpatron vieler Berufsgruppen, die mit offenem Feuer zu tun haben: Bäcker, Brauer, Textilreiniger und Köche. Als Diakon verwaltete Laurentius das Vermögen seiner Kirche, daher wird er auch oft von Berufsgruppen wie Archivaren und Bibliothekaren angerufen. Bei Hexenschuss, Ischias- und Hautleiden soll der Heilige ebenfalls der richtige Fürsprecher vor Gott sein. Laurentius war von seinem Schulfreund und späteren römischen Bischof Sixtus II. zum Erzdiakon ernannt worden. Bevor Sixtus hingerichtet wurde, befahl er Laurentius, den Kirchenschatz an Arme, Witwen und Waisen zu verteilen. Das erzürnte Kaiser Valerian – ihm hatte Laurentius die „beschenkten und christlich gewordenen Einwohner Roms als wahre Schätze der Kirche“ präsentiert. Valerian ließ Laurentius auf einem glühenden Rost zu Tode martern. (ads)

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