17.07.2018 - 11:31 Uhr
AmbergOberpfalz

Konkreter Zeitplan erst im Herbst

Der Vertrag ist unterschrieben. Doch wie geht es jetzt weiter mit dem Bauprojekt auf dem Bürgerspital-Areal? Nächster Meilenstein wird die Verabschiedung des Bebauungsplanes im September sein.

So sieht es Mitte Juli 2018 auf dem Bürgerspitalgelände in der Amberger Altstadt aus. Der Eckert-Bau mit dem großen roten Giebel ist bereits saniert. Direkt im Anschluss soll das Ten-Brinke-Projekt entstehen.

Ten Brinke ist froh über Vertragsabschluss in Sachen Bürgerspital-Areal. "Wir sind mit der Entwicklung des Projektes sehr zufrieden, welche auf der stets guten Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen der Verwaltung der Stadt Amberg und uns basiert", erklärte die Projektleiterin des Immobilienunternehmens, Sandra Kainz, am Dienstag.
Ten Brinke halte an der Tiefgarageneinfahrt in der Bahnhofstraße fest und konzentriere sich jetzt auf den noch ausstehenden sogenannten Durchführungsvertrag, bei dem es um die äußere Gestaltung des geplanten Gebäudekomplexes sowie die Zuwegung geht. Dabei sei es wichtig, "dass die aus dem Wettbewerb und im Bebauungsplan festgesetzten Punkte zur Zufriedenheit aller bestmöglich umgesetzt werden" unterstreicht Kainz. Einen konkreten Zeitplan für die weitere Umsetzung des Projekts habe das Unternehmen noch nicht. Kainz: "Eine genaue Zeitschiene kann erst nach dem Bebauungsplanverfahren, somit Ende September 2018, konkretisiert werden."
Bei den großen Fraktionen im Stadtrat herrscht Genugtuung über das Zustandekommen des notariellen Kaufvertrags zwischen der Stadt und dem Investor. "Wir sehen das sehr positiv. Jetzt kann es weitergehen", sagte stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende Gertraud Neiswirth. Sie leitete am Montagabend eine recht ausgedünnte Fraktionssitzung, weil sich viele Kollegen, darunter Oberbürgermeister Michael Cerny, im Urlaub befinden. "Jetzt geht es darum, die schon im wettbewerblichen Dialog vereinbarten Ziele Schritt für Schritt umzusetzen." Im September werde sich der Stadtrat erneut mit dem Thema beschäftigen.
Auch die Chefin der SPD-Fraktion, Birgit Fruth, begrüßte die Vertragsunterzeichnung, "auch wenn es ein bisschen länger gedauert hat, als ursprünglich geplant". Die SPD begleite das Projekt weiterhin positiv. "Wenn es nach uns geht, soll so schnell wie möglich gebaut werden." Wichtig sei, dass eingehalten werde, worauf sich Stadt und Investor geeinigt haben: die Attraktivitätssteigerung der Altstadt mit einem Mix aus Handel, Dienstleistung und Wohnen. Kritik kommt von den Grünen - vor allem wegen der in der Bahnhofstraße vorgesehenen Einfahrt zum unterirdischen Parkhaus. "Ich bin der Meinung, dass durch die mit der Planung verbundene Tiefgarageneinfahrt ein schwerer Fehler in der Städteplanung gemacht wird", betont Hans-Jürgen Bumes, Fraktionsvorsitzender der Grünen. "Dadurch werden Lärm und Emissionen in der Altstadt zunehmen, was die betroffene Nachbarschaft belasten wird." Andere Städte verfolgten hier entgegengesetzte Ansätze, nämlich den Verkehr im Stadtkern zurückzudrängen.
Auch über den Umgang mit den archäologischen Funden ist Bumes unglücklich. "Durch den späten Beginn der Ausgrabungen konnten die Ergebnisse nicht mehr in die Planungen mit einfließen", bemängelt er. Dadurch sei eine Chance für eine weitere Attraktion vertan worden.

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