07.07.2021 - 21:40 Uhr
AmbergOberpfalz

Kostenlose Kinovorführung für 25 Coronahelden und 225 Freunde

Das komplette Cineplex Amberg gehört Anfang August den Coronahelden und ihren Freunden. Das Kino öffnet für eine kostenlose Vorstellung von "Kaiserschmarrndrama". Vorher sind die Leser gefragt: Sie müssen die Helden vorschlagen.

Sebastian Bezzel ist in „Kaiserschmarrndrama“ erneut als Polizist Franz Eberhofer zu sehen. Das Cineplex Amberg zeigt den Film in Kooperation mit Oberpfalz-Medien für 250 Menschen kostenlos.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Für Stephan Götz ist es eine Herzensangelegenheit. Die Idee, Coronahelden samt Freunde ins Cineplex Amberg einzuladen, schlummert beim Theaterleiter schon länger. Doch wo anfangen, wo aufhören?

Pflegekräfte in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen haben in den vergangenen eineinviertel Jahren enorm viel geleistet. Verkäufer haben dafür gesorgt, dass trotz erhöhtem Infektionsgeschehen und Schutzmaßnahmen weiterhin die Lebensmittelgeschäfte geöffnet hatten. Nachbarn kauften für Senioren ein. Und Freiwillige halfen in Impfzentren. Diese Helden und alle, die sich während der weltweiten Pandemie in irgendeiner anderen Weise hervorgetan haben, sollen nun in den Genuss einer ganz besonderen Kinovorstellung kommen.

Ein Held und neun Freunde

Das basiert auf der Idee, dass das Cineplex Amberg und Oberpfalz-Medien in dieser Sache zusammenarbeiten. Leser und Bürger sind deshalb aufgerufen, der Amberger Zeitung Coronahelden vorzuschlagen (siehe Infokasten). Die Redaktion wählt schließlich 25 aus, die Anfang August kostenlos ins Kino dürfen (das genaue Datum wird noch bekannt gegeben). Jeder Coronaheld darf dabei neun (!) Freunde mitnehmen, die ebenfalls keinen Eintritt zahlen müssen. Gezeigt wird der neue Eberhofer-Hit "Kaiserschmarrndrama".

Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) ermittelt dabei erneut in der niederbayerischen Provinz. Im mittlerweile siebten verfilmten Teil der Rita-Falk-Bücher ist ein dorfbekanntes Webcam-Girl ermordet worden. Eberhofers Kumpel und Co-Ermittler Rudi (Simon Schwarz) sitzt derweil in einem Rollstuhl und gibt Eberhofer die Schuld dafür.

Als Rudi sich dann auch noch auf dem Hof einnistet und eine Rundumbetreuung von Franz erwartet, ziehen erste dunkle Wolken im Paradies auf. Richtig bedroht wird Eberhofers Ruhe aber durch Dauerfreundin Susi (Lisa Maria Potthoff), die sich mit Franz' verhasstem Bruder Leopold (Gerhard Wittmann) verbündet hat, um neben dem Hof ein Doppelfamilienhaus mit Gemeinschaftssauna zu bauen - was auch Papa Eberhofer gehörig gegen den Strich geht.

Film läuft in mehreren Sälen

Und als wäre das Dorfleben mit einer rebellischen Motorradgang und Marihuana-Fleischpflanzerln nicht schon bunt genug, muss Franz auch noch entdecken, dass seine Freunde Simmerl (Stephan Zinner) und Flötzinger (Daniel Christensen) Stammkunden beim Mordopfer waren. Gezeigt wird "Kaiserschmarrndrama" in mehreren Sälen, damit die aktuellen Hygienemaßnahmen eingehalten werden können.

"Falscher Eberhofer" aus Vohenstrauß bei Filmfest in München

Vohenstrauß
Info:

So schlagen Sie einen Coronahelden vor

  • Schreiben Sie eine E-Mail an die Adresse christopher.dotzler[at]oberpfalzmedien[dot]de
  • Erzählen Sie darin kurz, warum es der oder die Vorgeschlagene verdient, kostenlos mit neun weiteren Freunden ins Kino zu dürfen.
  • Schicken Sie in jedem Fall die Kontaktdaten (Telefonnummer und/oder E-Mailadresse) des potenziellen Coronahelden.
  • Schicken Sie, wenn möglich, ein Foto des potenziellen Coronahelden (ein Selfie geht auch).
Kommentar:

Die Coronahelden haben es verdient

So schnell die Coronahelden hochgejubelt worden sind, so schnell sind sie auch wieder vergessen worden. Was haben die Menschen nicht auf Balkonen für die Pflegekräfte geklatscht und die Verkäufer ehrfürchtig bewundert. Nun, nachdem Corona samt all den Beschränkungen längst zur Normalität geworden und die Lage aktuell auch noch gut ist, ist es ruhig um die Helfer und systemrelevanten Berufe geworden.

Stattdessen rücken wieder andere Themen in den Vordergrund: Reisen, ein Besuch im Fußballstadion oder Restaurant. Es ist doch nur logisch, dass sich die Menschen nach alten Freiheiten sehnen. Klar muss doch aber auch sein, dass wir ohne die Coronahelden nicht so gut durch die drei Wellen gekommen während der Pandemie gekommen wären.

Das gilt es zu belohnen. Ein Kinoabend für 25 Menschen, die sich in der Coronazeit mit ihrer Arbeit oder ihrem Engagement hervorgetan haben, und 225 ihrer Freunde – die Coronahelden haben das mehr als verdient.

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