Mit „KUK Mal“ setzt die Stadt Amberg das 2019 initiierte europaweite Förderprojekt „Stimul ART“ um. Erster Schauplatz der vorläufigen Abschlussveranstaltung war die Spitalkirche, wo die Ausstellung „Wieder am Zug“ von Hanna Regina Uber eröffnet wurde. Es sind Werke zu sehen, die heuer im Sommer während des Kunst-Symposiums im ehemaligen Lokschuppen geschaffen wurden. Die Ausstellung öffnet am Wochenende vom 10. bis 12. Dezember zum letzten Mal ihre Pforten und kann von Freitag bis Sonntag von jeweils 15 bis 18 Uhr in der Spitalkirche besucht werden. Der Eintritt ist frei. Es gilt 2G-Plus.
Einen Einblick in die Entstehung der Kunstwerke gab der anschließende Film im Ringtheater. Eine eigens komponierte Live-Performance von Michael Dandorfer und Leif Wiesmeth mit dem Titel „Freischwimmer im Blaunotenall – unquantisierte Klangblauforschung“ bereicherte den Film musikalisch. In ihm kamen auch die Künstler, mit Kurzkommentaren zu Wort. Ein weiterer Kurzfilm thematisierte das Kunst-Symposium von 2020.
Es folgte eine Diskussion rund um das Thema „Kultur- und Kreativwirtschaft in Amberg“ und welche Bedeutung dabei den Standorten Ringtheater, Spitalkirche und Stadtlabor zukommen kann. Im Vorfeld waren bei „KUK Mal“-Projektleiter Florian Gröninger bereits einige Anregungen zur weiteren Nutzung und Bespielung der drei Standorte eingegangen. Als Moderator fungierte Alexander Christl von OTV. Eine erste Stellungnahme kam von Ambergs Kulturreferent Fabian Kern. Er informierte darüber, dass das ursprüngliche Pilotprojekt eine Internetplattform hätte sein sollen, was aber wegen Corona wieder verworfen worden sei. Als neues Pilotprojekt wurde „KUK Mal“ geboren. Kern wörtlich: „Ziel dieser Veranstaltungsreihe war, die örtliche Kultur- und Kreativwirtschaft aus allen Bereichen sichtbarer für die Bewohner der Stadt Amberg zu machen.“
Der Kulturreferent informierte außerdem, dass für die weitere Nutzung der Spitalkirche von Bürgern angeregt worden sei, auf dem Anwesen freie Trauungen zu ermöglichen. Nach seinen Aussagen werde bereits ein Antrag wohlwollend vom Stadtrat behandelt. Weitere Vorschläge zur Nutzung des Ringtheaters waren Filmvorführungen, Vorträge, Konzerte, Veranstaltungen aller Art, Messen, Aktionstage und die Realisierung eines Kulturzentrums in den Räumen mit Kinoflair. Die Anregung zur Öffnung für spontane Initiativen von Künstlern sowie Kultur- und Kreativschaffenden für das Ringtheater und die Spitalkirche kam ebenfalls von Bürgern.
Das Projekt "StimulArt" und seine Umsetzung
- Projekt der Europäischen Union, gestartet am 1. April 2019, 36 Monate Laufzeit
- Gesamtbudget in Höhe von 2,52 Millionen Euro
- Amberg hat sich aufgrund seiner Kunst- und Kulturszene erfolgreich um das Projekt beworben
- Als Projektleiter für die Stadt Amberg fungiert Florian Gröninger
- Alle Projektstädte sind grundsätzlich verpflichtet, drei Kreativwettbewerbe abzuhalten
- Der erste Wettbewerb „Die Zeitkapsel“ startete im Herbst 2020
- Der zweite Wettbewerb „Zeig uns dein USP“ wurde im Oktober 2021 beendet
- Der dritte Wettbewerb: „Die Stadt in deiner Hand“, welcher für Kinder angedacht ist, wurde wegen Corona verschoben und soll zeitnah abgehalten werden











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