20.12.2020 - 12:03 Uhr
AmbergOberpfalz

Landkreis-Pop-up-Laden in Amberg: Kunden wünschen sich Wiederholung

Ladenbetreiber aus dem Landkreis mieten sich in einem Leerstand an der Oberen Nabburger Straße in Amberg ein. Dieser Pop-up-Store übertraf alle Erwartungen. Die Frage lautet nun: Gibt es eine Wiederholung?

Stephanie Weber (rechts) hatte die Idee für den Landkreis-Pop-up-Store in der Amberger Altstadt. Ob es eine Wiederholung gibt, kann die Ammerthalerin zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Pop-up-Stores, das sind Läden, die wie aus dem Nichts auftauchen und nach einer gewissen Zeit wieder schließen. In der Adventszeit präsentierten sich auf diese Art ab 12. November zehn Anbieter aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach in einem ehemaligen Modegeschäft an der Oberen Nabburger Straße. Sieben von ihnen wechselten sich jede Woche ab, drei waren an allen Tagen vor Ort. Darunter Stephanie Weber aus Ammerthal, die die Idee dazu hatte. Die Tochter des Kreishandwerksmeisters Johann Weber zog am Samstag zufrieden Bilanz: "Super! Schön war's!" Ihre Erwartungen seien nicht nur erfüllt, sondern sogar weit übertroffen worden: "Es hat gut getan, was die Leute uns gegeben haben." Weber meint damit den enormen Zuspruch und das Lob für die Idee: "Das hat uns überwältigt. Das ist eine tolle Bestätigung."

Selbst der seit Mittwoch, 16. Dezember, geltende erneute harte Lockdown machte dem Ganzen keinen Strich durch die Rechnung: "Wir hatten trotzdem offen, weil wir hauptsächlich ein Lebensmittelgeschäft sind." Der sogenannte Non-Food-Bereich sei nicht ausgeweitet worden, der Laden durfte folglich bleiben. Und so kamen auch am Samstagnachmittag noch viele, die quasi auf den letzten Drücker ein Weihnachtsgeschenk benötigten.

Der Store ist jetzt wieder geschlossen, nur einmal öffnet er noch kurz seine Türen. Am Mittwoch, 23. Dezember, können die getätigten Bestellungen zwischen 11 und 15 Uhr abgeholt werden. Auch ein paar Restposten sind zu haben: "Aber nur noch das, was noch da ist", sagt Stephanie Weber und ergänzt: "Wir füllen deswegen jetzt nicht noch mal auf." Was bleibt, ist die Frage, die laut Stephanie Weber viele der Kunden stellten: "Ob es eine Wiederholung gibt." Die Antwort habe jedes Mal gelautet: "Wir wissen es selbst noch nicht, weil ja keiner weiß, was noch kommt."

"Wo, wann und wie, das muss man dann sehen, wenn es so weit ist."

Stephanie Weber

Unabhängig von Corona sei eine Fortsetzung beziehungsweise Wiederholung grundsätzlich durchaus vorstellbar. Aber: "Wenn überhaupt, dann nur so in der Art wie jetzt vor Weihnachten." Also saisonbedingt, beispielsweise an Ostern. Weber will aber keine allzu großen Hoffnungen machen: "Wo, wann und wie, das muss man dann sehen, wenn es soweit ist." Denn ein Konzept wie dieses umzusetzen, das gehe "nicht so einfach auf die Schnelle".

Was aber jetzt noch möglich ist: Auch am 23. Dezember nimmt Stephanie Weber Spenden für die Aktion Sternstunden entgegen. Am Samstagnachmittag zum Ladenschluss waren knapp 1000 Euro in der Kasse. Die Ammerthalerin ist guter Dinge, dass die Grenze von 1000 Euro in den vier Stunden am Mittwoch durchaus noch überschritten werden kann.

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Schön wär's schon

Ein Landkreis-Laden in der Altstadt: Man musste kein Hellseher sein, um zu wissen, dass diese Idee ankommt. In Corona-Zeiten musste man Amberg nicht verlassen, um an regionale Produkte zu kommen. Toll! Eine Wiederholung wäre eine super Sache. Denn der Landkreis hat noch so viel mehr zu bieten.

Thomas Kosarew

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