21.12.2020 - 16:19 Uhr
AmbergOberpfalz

Lions-Club Amberg-Sulzbach spendet Geld für Atemschutzhelm

1000 Euro stellt der Lions-Club Amberg-Sulzbach dem St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg für den Ankauf eines weiteren Atemschutzhelms zur Verfügung (von links): der Vorsitzende des Lions-Hilfswerks, Peter Rückerl, Club-Präsident Fritz Kammerer, der ärztliche Direktor des Hauses, Dr. Klaus Nester, Hilfswerk-Schatzmeister Hans Fürnkäs und Personalleiterin Christine Arnold.
von Autor USCProfil

Mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro ermöglicht der Lions-Club Amberg-Sulzbach dem St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg den Ankauf eines weiteren Atemschutzhelms für den Einsatz bei Covid-19-Patienten im Isolationsbereich und in der Notaufnahme.

Das Herz des Geräts ist eine Gebläse-Einheit, die mit einem Gürtel um die Hüfte getragen wird. Die Luft wird dabei über P3-Filter (vergleichbar mit der höchsten Filterklasse bei Gesichtsmasken der Stufe FFP3) im entsprechenden Kopfteil (Helm oder Haube) bereitgestellt. Über das Kopfteil empfängt der Träger die Luft nach dem Überdruck Prinzip.

Größter Vorteil dieser Atemschutzhelme ist, dass die Luftfilterung außerhalb des Gesichts stattfindet und somit die Atmung nicht behindert oder erschwert wird. Das Atmen bei Belastung ist daher zu vergleichen mit normalem Atmen ohne Maske. Für die isolierten Patienten hat der Atemschutzhelm den Vorteil, dass sie in dieser schwierigen Zeit der Isolation zumindest das komplette Gesicht der Pflegekraft sehen können.

Die Intensivstation im St-Anna-Krankenhaus verfügt nach Angaben der Klinik über zehn Betten, die von einem Team mit aktuell 30 Pflegekräften in Voll- und Teilzeit betreut werden. Die Anzahl der Covid-19-Patienten schwankt. Am Tag der Übergabe der Lions-Spende durch Clubpräsident Fritz Kammerer, dem Hilfswerk-Vorsitzenden Peter Rückerl und Schatzmeister Hans Fürnkäs waren 26 Covid-19-Patienten auf der Iso-Station, vier weitere Covid-19-Fälle sowie ein Verdachtspatient auf Intensiv. Dazu kam noch ein weiterer Quarantäne-Patient.

Das Krankenhaus verfügt aktuell für die Intensivstation, die Zentrale Patientenaufnahme und für die Iso-Station Med. 1 über neun Atemschutzhelme mit Belüftungsgeräten, die laut Personalleiterin Christine Arnold dankbar von den jeweiligen Schichtbesetzungen genutzt werden.

Für Dr. Klaus Nester, den Ärztlichen Direktor des Kommunalunternehmens, der sich bei den Lions für die Spende bedankte, ist die zweite Corona-Welle „voll im Rauschen“, wie er sich ausdrückte. Die Kliniken hätten sich angesichts steigender Infektionszahlen auf eine hohe Inanspruchnahme vorzubereiten. Dabei sei es ihm wichtig, dass sich die Mitarbeiter bestmöglich vor Ansteckung schützen können. Nester räumte allerdings ein, dass es für das betreuende Personal kein Null-Risiko gebe. Wichtig sei, dass nun sofort der Impfstoff auch in Deutschland gespritzt werden kann.

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