29.10.2020 - 18:00 Uhr
AmbergOberpfalz

Was dem Lockdown seinen Schrecken nimmt

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AZ-Redakteur Markus Müller will sich vom November-Lockdown nicht deprimieren lassen. Er verrät, was ihm dabei hilft, sich seine gute Laune zu erhalten.

Keine Gäste in der Gastronomie. Aber auch jenseits davon findet man im Lockdown noch Lebensqualität, kommentiert Markus Müller.
von Markus Müller Kontakt Profil
Kommentar

Gastronomen oder Kulturschaffende haben jetzt wahrscheinlich kein Verständnis dafür, aber wenn der Privatmann so überlegt, darf er zu der Erkenntnis kommen: Es besteht keine Notwendigkeit, sich vom zweiten Lockdown deprimieren zu lassen. Schon allein deshalb, weil das gar nichts ändert.

Und dann hat die Geschichte, selbst wenn das im November, einem nicht gerade als Stimmungsaufheller bekannten Monat, nicht leicht zu erkennen ist, auch gute Seiten. Etwa dass die Schulen offen bleiben. Wer Kinder hat, weiß genau, wie sehr sie Homeschooling verabscheuen, wie froh sie sind, ihre Freunde in der Klasse treffen zu können. Die Entschleunigung, die bereits der erste Lockdown im März mit sich brachte, wird auch jetzt so manchem willkommen sein. Die Jahresendrallye auf Weihnachten hin wird anschließend wieder anstrengend genug. Vom Frühjahr blieb ohnehin die Erkenntnis, dass so manches, was vorher als unverzichtbar galt, gar nicht sein muss: ständige Geschäfts- und Flugreisen, unablässige Präsenz im Büro inklusive dem anstrengenden Pendeln dahin, Freizeitstress durch ein Übermaß an Terminen, die schon lange nicht mehr hinterfragt wurden („eigentlich bin ich noch nie gern zu diesem Fest gegangen“).

Dem Buchhändler vorsorglich vier dicke Schinken abkaufen, mit der Familie durch die Herbstlandschaft wandern, den Wirtshausbesuch in ein Schlemmermahl mit geliefertem Essen umwandeln – mit etwas Planung und Optimismus lässt sich jedem Lockdown der Schneid abkaufen (oder auch sein Schrecken).

Was die Betroffenen in Amberg vom November-Lockdown halten

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