19.02.2019 - 10:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Lösung für Raigering ist in Sicht

Das ist doch ein waschechtes Hirschauer Stückl? Das hat sich eine Leserin gedacht und auf den Auslöser gedrückt. Doch der vermeintliche Planungsfehler in Raigering ist gar keiner.

Dieser Weg endet im Nichts. Wer zu Fuß zur neuen Norma in Raigering will, lebt derzeit noch gefährlich.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Ein Hirschauer Stückl, mitten in Raigering? Das vermutet zumindest ein Leserin, die sich deswegen gleich im Namen zahlreicher Anwohner an die Amberger Zeitung wendet. Was die Raigeringerin erzürnt, ist der "Fußweg" vom Dorf heraus auf der rechten Straßenseite der AM 30 bis zur neuen Norma. Dort existiert zwar kein richtiger Gehweg, doch nutzen die Anwohner seit langer Zeit den durch eine weiße Linie abgetrennten Schutzstreifen als solchen.

"Fußgänger müssen neben der gefährlichen Hauptstraße entlang gehen und dann hört der Weg plötzlich vor dem Parkplatz auf", bemängelt die Leserin. "Vor allem für Kinder, ältere Personen ist dies sehr gefährlich." Tatsächlich bleiben den Fußgängern in Richtung Supermarkt nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie gehen bis zum Ende des Schutzstreifens und legen den Rest des Wegs bis zum Markt-Gelände auf der Straße zurück. Oder aber sie wechseln am Ende des Schutzstreifens auf den gegenüber liegenden Gehsteig, gehen dort die paar Meter bis zur Norma und wechseln dann wieder hinüber. "Ist es zumutbar, mit Einkaufskorb, Kinderwagen oder Rollator die gefährliche Straße zu überqueren - wobei der Bürgersteig nicht mal abgesenkt ist, oder einen zehn Mal so langen Weg über die Ampel in Kauf zu nehmen?"

Tatsächlich liegt hier kein Denkfehler vor, so sagt die städtische Pressesprecherin Susanne Schwab. "Es war hier eigentlich ein Fußweg geplant", rollt sie den "Fall" auf. Da man aber nicht an die dafür erforderlichen Grundstücke gekommen sei, habe man sich eben mit dem Sicherheitsstreifen beholfen, der im Nirgendwo endet. Allerdings nicht für immer, schränkt Schwab ein. Denn im Zuge der Erschließung des neuen Baugebiets "An den Himmelsweihern", die noch in diesem Jahr beginnen soll, wird auch dieses Problem gelöst. Die Norma, so Susanne Schwab, werde dann über einen Fußweg über die Schlossackerstraße direkt angebunden. "Dann braucht man die Straße nicht mehr nutzen."

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