Nachdem auch am Dienstag noch unbekannte Täter am Wochenende vom Geh- und Radweg an der Maxallee einen Gullydeckel aus der Halterung gehoben und von der angrenzenden Brücke, die in Richtung Maltesergarten führt, in den Stadtgraben geworfen hatten, beschäftig die Amberger Polizei bereits ein weiterer Fall von Vandalismus in der Altstadt. Den Angaben zufolge hat ein ebenfalls noch unbekannter Täter am Wochenende frisch gesetzte Pflastersteine aus dem Gehweg des Frauenschanzls herausgerissen und diese, wie es im Bericht der Beamten heißt, "sinnlos in die Vils geworfen". Den in diesem Fall entstandenen Schaden schätzen die Polizisten auf rund 1500 Euro. Wie nun ein Sprecher der Amberger Polizeiinspektion auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien erklärte, liegt der Verdacht nahe, dass der von der Brücke geworfene Gullydeckel und die in der Vils versenkten Ziegelsteine miteinander zu tun haben könnten. "Zeitlich und örtlich ist ein Zusammenhang gegeben", sagte er. Bislang jedoch habe es noch keine Hinweise aus der Bevölkerung gegeben, die zu den Verdächtigen führen würden. "Bei diesen Taten handelt es sich um nichts weiter als puren Vandalismus", ergänzte der Sprecher.
Weiterer Fall kommt infrage
Noch eine weitere Tat könnte in Zusammenhang mit den Vandalismusfällen am Wochenende stehen. Am Sonntagabend ereignete sich eine Sachbeschädigung, bei der eine Gruppe Jugendlicher Gegenstände, wie zum Beispiel abmontierte Lampenschirme, vom oberen Stockwerk des gesperrten Parkhauses in der Marienstraße geworfen hatte. Dabei wurden sie von Zeugen beobachtet, konnten jedoch unerkannt fliehen. In diesem Fall hat die Amberger Polizei Spuren gesichert, die sie zur Auswertung an ein kriminaltechnisches Labor schickte. "Wir prüfen nun, ob die Taten miteinander in Verbindung stehen", sagte der Sprecher.
Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren
Während es sich bei den Fällen am ehemaligen Parkhaus und am Frauenschanzl um Sachbeschädigung handelt, wertet die Polizei den Gullydeckel-Wurf sogar als einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Wie der Polizeisprecher mitteilt, kann Sachbeschädigung mit einer Geldbuße bis hin zu einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Im Fall des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr kann es sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geben. Die Polizei hofft bei der Aufklärung der Straftaten weiterhin auf die Hilfe aus der Bevölkerung. Wer etwas dazu beitragen kann, soll sich unter der Telefonnummer 09621/8900 bei der PI melden.

















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