04.06.2021 - 11:30 Uhr
AmbergOberpfalz

Meinung: Niedrige Inzidenz zu halten wird kein Spaziergang

Diesen Artikel lesen Sie mit
Alle Informationen zu OnetzPlus

Zum Start der Pfingstferien hatte Amberg eine Inzidenz unter 5. Das löste einen kleinen Tourismusboom aus. Aber es meldet sich auch eine kleine Stimme im Kopf. Ein Kommentar von Andrea Mußemann.

Symbolbild: Der Spaziergang ist ein Gewinner der Krise.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil
Kommentar

Wer hätte das gedacht: Ein niedriger Inzidenzwert als Tourismus-Magnet. Corona macht vieles möglich, was vorher niemand bedacht hatte. Urlaub daheim ist zum Beispiel eines dieser Dinge, die völlig normal und akzeptabel geworden sind. Oder auch das Spazierengehen, das sich zum neuen Volkssport entwickelt hat. Also nicht das gelenkschonende Walken oder sportliche Joggen oder gar moderne Ploggen (während des Joggens Müll sammeln), nein, der gemütliche Spaziergang ist einer der Gewinner der Krise. Was haben wir für ein Glück, dass unsere Gegend quasi das Eldorado des gemeinen Spaziergangs ist. Gönnerhaft schauen wir auf die Heerscharen von Radlern oder Autofahrern mit auswärtigen Kennzeichen, die zielsicher unsere Stadt ansteuern, um hier einen flanierenden Altstadt- oder erholsamen Mariahilfberg-Spaziergang zu absolvieren. Bei aller Urlaubsfreude meldet sich aber dann doch die kleine Stimme im Kopf, die eine boshafte Rechnung aufmacht: Mehr Touristen, mehr Kontakte, steigende Inzidenz? Den niedrigen Wert zu halten, wird nach den Ferien sicher kein Spaziergang.

Auf einen Besuch am Amberger Wohnmobilstellplatz

Amberg

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.