24.11.2021 - 11:12 Uhr
AmbergOberpfalz

Miriam Witt: Nach Traum-Abi nun seltenes Stipendium für Hochbegabte

Miriam Witt (18) hat nicht nur das beste Abi Ambergs geschrieben, sondern ist nun auch Stipendiatin der Stiftung Maximilianeum - etwas, das nur die Besten der Besten bekommen. Im Gespräch erzählt sie, ob sie sich in München eingelebt hat.

Miriam Witt aus Amberg ist eine der Stipendiaten an der Stiftung Maximilianeum in München.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Miriam Witt hat heuer am Amberger Gregor-Mendel-Gymnasium ihr Abitur gemacht. Dabei hat sie eine Leistung erbracht, die fast unmöglich ist: 898 von 900 Punkten. Die aufgeweckte und doch bescheidende Ambergerin studiert mittlerweile Physik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Das Außergewöhnliche dabei: Sie ist Stipendiatin der Stiftung Maximilianeum in München. Zwar sind Stipendien keine Seltenheit. Doch das Maximilianeums-Stipendium ist eine Klasse für sich. Die Hochbegabtenförderung richtet sich an Abiturienten, die ihren Abschluss mit der Note 1,0 oder besser gemacht haben. In Bayern und der linksrheinischen Pfalz erreichen jährlich etwa 400 Abiturienten einen Notendurchschnitt von 1,0. Die Stiftung nimmt davon höchstens acht Kandidaten auf. Miriam Witt gehört.

Nachdem sie bereits mit der Amberger Zeitung über ihr schier unglaubliches Abiturergebnis gesprochen hatte, wollte Oberpfalz-Medien nun von ihr wissen, wie es ihr seit der Aufnahme als Stipendiatin der Stiftung Maximilianeum ergangen ist. Dass Witt eine der Stipendiaten sein würde, hat sich Ende August herausgestellt. Die 18-Jährige: "Davor gab es Anfang August ein Auswahlgespräch mit dem Auswahlkuratorium der Stiftung, für das ich nach München gereist bin." Als klar war, was Sache ist, ging alles ziemlich schnell. Anfang September ist Witt bereits bei der Stiftung eingezogen. "Das war ungefähr eine Woche vor Studienbeginn", erzählt sie. Sie sei begeistert davon, wie herzlich sie von Beginn an aufgenommen wurde.

Ausgelagert wegen Bauarbeiten

Eigentlich würden die Stipendiaten im Maximilianeum unterkommen, wo auch der bayerische Landtag zusammentritt. Doch das Gebäude wird derzeit renoviert, weshalb ein Teil der Stipendiaten vorerst in Schwabing eine Bleibe findet. Das trifft auch auf Witt zu. Ihr Bachelor-Physik-Studium an der Ludwig-Maximilian-Universität beschreibt Witt als aufregend aber nicht gerade entspannt. "Es ist sehr anspruchsvoll. Das lässt sich nicht mit der Schule vergleichen." Umso hilfreicher sei es, dass es unter den älteren Stipendiaten viele Physiker gebe, die nie um einen hilfreichen Tipp verlegen seien: "Da fühlt man sich doch ziemlich schnell ziemlich wohl." Sie sei zudem begeistert vom Angebot der Freizeitgestaltung. Die Stiftung habe immer ein Kontingent an Theater- oder Konzertkarten und biete verschiedene sportliche Aktivitäten an: "Außerdem feiert ständig jemand Geburtstag. Es ist immer was los."

Verpflichtungen erlegt die Stiftung laut Witt ihren Stipendiaten nicht auf: "Bestimmte Notenhürden gibt es nicht. Es ist eher so, dass man sich freiwillig einbringt, weil die Stiftung das ist, was die Stipendiaten daraus machen." Der Ambergerin zufolge ist jeder Stipendiat daran interessiert, die Stiftung zu verbessern, um etwas zurückgeben zu können.

Schnell eingelebt

Sich in München einzuleben, sei Witt nicht schwergefallen. Durch ihr privates Umfeld hatte sie bereits in der Vergangenheit die Möglichkeit, die Stadt kennenzulernen. Über ihre Wochen in München sagt Witt: "Ich habe mich gut eingelebt und habe mir bereits ein paar Museen angeschaut. München ist eine schöne Stadt, in der man sich schnell sehr wohlfühlen kann."

Noch steht Witt ganz am Anfang ihres Stipendiums. An der Stiftung Maximilianeum schätzt sie besonders, dass dieses den Stipendiaten auch Auslandsaufenthalte ermöglicht. Dass sie einen solchen machen möchte, ist für Witt bereits heute klar. Wo und wann genau das sein wird, kann sie noch nicht sagen. Sie verrät, dass sie trotz hoher Studiengebühren entweder mit Oxford in Großbritannien oder mit Salamanca in Spanien liebäugelt.

Hier spricht Miriam Witt über ihr unglaubliches Abiturergebnis

Amberg
Info:
  • Miriam Witt ist 18 Jahre alt, kommt aus Amberg und hat am GMG ihr Abi mit einem Schnitt von 0,7 gemacht.
  • Die junge Frau erreichte 898 von insgesamt 900 möglichen Punkten.
  • Mit Schüleraustauschprogrammen war sie bereits in Südafrika, China, Spanien und Frankreich.
  • Regionalsiegerin bei „Jugend debattiert“, dritter Platz bundesweit bei „Jugend debattiert“, Auszeichnung für eine Übersetzung aus dem Englischen beim europaweiten Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores.“
  • Miriam reist gerne durch die Welt, liebt es, Querflöte zu spielen und geht gerne zum Schwimmen.
  • Seit diesem Wintersemester Stipendiatin der Stiftung Maximilianeum in München.
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