23.12.2019 - 14:41 Uhr
AmbergOberpfalz

MRG-Konzerte: Schüler glänzen mit musikalischer Tiefe

An zwei Abenden zeigen die Schüler des Max-Reger-Gymnasiums ihr ganzes Können - und stimmen im wahrsten Sinne auf Weihnachten ein.

Der erste Abend der Konzertreihe fand im vollbesetzten Pfarrsaal der Pfarrei St. Georg statt. Hier hatten zunächst die Ensembles der jüngeren Schüler ihren großen Auftritt: Sowohl die Schulstreicher als auch der Unterstufen-Chor des Gymnasiums präsentierten unter Leitung von Ulrike Straub dem Publikum mit attraktiv arrangierten Weihnachtsklassikern einen Auftakt für ein Konzert, das einen unglaublich facettenreichen und überzeugenden Einblick in das musikalische Können der Schüler in seiner Vielfalt darbot.

Unter den vielen solistischen Beiträgen ragte gleich zu Beginn Simon Kemether (6b) heraus. Auf seiner Harfe gelang ihm eine bezaubernde Darbietung des alpenländischen Liedes "Still, weils Kindlein schlafen will". Ebenfalls als beeindruckend erlebten die Zuhörer die junge Querflötistin Sophie Lederer (6b). Sie zeigte in einem Satz aus Wilhelm Popps Sonatine op. 388 ihr Können.

Junge und ältere Schüler

Spannend war es zu erleben, wie an diesem Konzertabend ganz junge Talente auf konzerterfahrene Schüler der Oberstufe trafen, die in ihrem letzten Schuljahr noch einmal die Bühne betraten und beachtliche Leistungen erbrachten. Etwa die Pianistin Regina Findling (Q12). Ihre Interpretation von Mendelssohns "Lied ohne Worte" op. 67 Nr. 2 war nicht nur von hohem technischen Niveau geprägt, sondern in gleicher Weise von lyrischem Zauber, tiefer Emotionalität und musikalischen Verständnis. Faszinieren konnte auch der Pianist Jakob Kruschke (Q12), der sich mit Chopins Walzer Nr. 14 posth. an ein sehr anspruchsvolles Werk wagte - und glänzte. Das wechselvolle Zusammenspiel von elegischem Gestus und liedhafter Ironie in Dvoraks Sonatine für Violine und Klavier op. 100 (1. Satz) konnte Theresa Frauendorfer (Q12) stimmig darstellen.

Diese Freude an der Musik kann auch als Leitmotiv des zweiten Konzertabends gelten: Hier vereinten sich die Beiträge der Schüler mit dem prachtvollen Ambiente des Kongregationssaales zu einem wahrlich erhebenden Gesamtkunstwerk. Eröffnen durfte das Große Konzert der Organist Lukas Schöpf (Q12). Ihm gelang es, die komplexe Dichte von Boëllmanns 3. Satz der Suite Gothique op. 25 klar und strukturiert offenzulegen.

Danach zelebrierte das Sinfonieorchester des Gymnasiums unter Leitung von Wolfgang Herrneder einen sinfonischen Querschnitt von Beethovens 5. Symphonie. In dem intelligenten Arrangement von Thomas Stapf wurden die Expositionen aller vier Sätze vorgestellt und organisch weiterentwickelt. Glanz entfaltete Saxophonistin Lea Gauer (Q11), begleitet an der Orgel von Raphael Eckert (Q11). Ohne in pompösen Kitsch abzugleiten, entfaltete das Duo mit Händels "Ankunft der Königin von Saba" barocke Kraft voller Leichtigkeit, Kontur und Esprit. Wie hoch mittlerweile das Niveau der Bläser-Abteilung des Gymnasiums ist, bewiesen eindrucksvoll die verschiedenen Bläser-Ensembles der Schule.

Anspruchsvoll und bravourös

Tänzerische Leichtigkeit brachten die Flötistinnen Susanne Hiltl (Q12) und Katharina Schlereth (10a) mit Kronkes "Deux Papillons" op. 165 auf die Bühne. Begleitet von Jelena Lichtmann meisterte das Trio die technisch äußerst anspruchsvollen Partien bravourös. Den Abschluss der Konzertreihe bildete der gemischte Chor des Max-Reger-Gymnasiums unter Leitung von Michaela Treese. Unter den Beiträgen der über 70 Sänger gefiel besonders der Satz von Christian M. Heiß "Still, still, still". In diesem sechsstimmigen Chorsatz überzeugten die jungen Stimmen mit präziser Artikulation, dynamischem Gestaltungswillen und intonatorischer Perfektion.

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