18.06.2020 - 16:34 Uhr
AmbergOberpfalz

Museum Theuern lockt mit "Wunderwelt Sand"

Welche Facetten der Rohstoff Sand hat, zeigt bis 13. Dezember die Ausstellung "Wunderwelt Sand" im Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern in Theuern. Die Präsentation nähert sich dem Thema Sand aus zwei verschiedenen Blickrichtungen.

Wer hat an der Uhr gedreht? Diesmal war es nicht Paulchen Panther, sondern Landrat Richard Reisinger (rechts) und Museumsleiter Martin Schreiner (links), die die interaktive Ausstellung „Wunderwelt Sand“, in diesem Fall anhand der unterschiedlichen Sanduhren, ausprobierten.
von Externer BeitragProfil

Bei knappen Ressourcen fallen uns spontan Wasser und Öl ein. Was viele nicht auf dem Schirm haben: Auch Sand ist ein Rohstoff, der endlich ist und den es nicht wie Sand am Meer gibt. Egal ob Computer-Chips, Beton, Glas oder sogar Zahnpasta - für die Herstellung wird immer Sand benötigt.

Welch unterschiedliche Facetten der Rohstoff Sand hat, das zeigt bis 13. Dezember die Ausstellung "Wunderwelt Sand" im Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern im Kultur-Schloss Theuern. Die Präsentation nähert sich dem Thema Sand aus zwei verschiedenen Blickrichtungen. Einerseits wird anhand von sandverarbeitenden Industriezweigen die essenzielle Bedeutung des endlichen Rohstoffs für die moderne Lebenswelt behandelt und andererseits die fundamentale Rolle des Sandes als Lebensraum für Pflanzen und Tiere vorgestellt.

Die offizielle Eröffnung wurde coronabedingt auf Sonntag, 28. Juni, verschoben, die interaktive Ausstellung "Wunderwelt Sand" kann aber bereits jetzt besucht werden. Landrat Richard Reisinger nutzte diese Möglichkeit, um sich im Kultur-Schloss über die Ausstellung, aber vor allem das ausgearbeitete, museumsspezifische Schutz- und Hygienekonzept zu informieren.

Dieses hat Museumsleiter Martin Schreiner in enger Absprache mit Reisinger konzipiert. Es sieht vor, dass Besucher eine selbst mitgebrachte Schutzmaske tragen und ihre Hände desinfizieren sowie ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zum Personal und anderen Gästen eingehalten wird. "Die Gesundheit unserer Besucher steht an oberster Stelle. Mit dem hausinternen Schutz- und Hygienekonzept können wir dies gewährleisten", betont der Landrat. Das Museum ist dienstags bis samstags von 9 bis 17 sowie an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Karten für die Außenstellen können im Kultur-Schloss gekauft werden. Im Hauptgebäude selbst warten die Ausstellungen zu den Themen Glas und Porzellan sowie die Mineralienabteilung auf die Besucher.

Ein Höhepunkt ist auch die kostenlose Minipräsentationsreihe "Faszination Bergbau- und Industriegeschichte - zwölf Museumsschätze erzählen" in der Eingangshalle des Schlosshauptgebäudes. Innerhalb der Ausstellungsserie werden im Laufe des Jahres zwölf Gegenstände aus dem musealen Objektbestand vorgestellt, die oft kuriose Geschichten erzählen.

Das Projekt kann über Facebook verfolgt werden. Dort erscheint im Vorfeld eine Ankündigung der einzelnen Objekte, so dass man sich auch die Gegenstände, die einen besonders interessieren, für einen Kurzbesuch im Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern gezielt raussuchen kann. Aktuell zu sehen sind "Henkelmänner", emaillierte Blechgefäße, in denen früher Bergleute und Industriearbeiter ihre Mahlzeiten aufbewahrten.

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