Der Austritt aus der SPD-Fraktion sei für jeden der drei "eine notwendige Reaktion auf die erfahrene Missachtung durch die Amberger SPD-Partei- und Fraktionsführung" gewesen, heißt es in einer Erklärung, die kurz vor Beginn der Stadtratssitzung an die Medien verteilt wurde. "Darüber hinaus verbinden uns weitere Gemeinsamkeiten. Zum einen haben wir unsere politischen Wurzeln in der SPD, zu deren Grundwerten wir uns weiterhin bekennen", steht weiter in dem Schreiben. "Selbst wenn uns unmissverständlich klargemacht wurde, dass man unsere Beiträge dort nicht schätzt und wir nicht zu den - nach welchen Maßstäben auch immer - auserlesenen ,Freunden' gehören. Selbst wenn Wurzeln ausgerissen werden, bleiben Reste davon in der Erde des ursprünglichen Standorts haften."
Holzapfel, Netta und Zapf eine das Bestreben, den Wählerwillen mindestens für den Rest der Stadtratsperiode zu erfüllen. "Wir haben uns gefragt, in welcher Konstellation wir das am effektivsten leisten können." Es habe von mehreren im Stadtrat vertretenen Gruppierungen interessante Kooperationsangebote gegeben. "Sie zeigten uns, dass wir im Stadtrat außerhalb der SPD hohe Wertschätzung genießen." Ob die neue Fraktion "Für Amberg" bei der Kommunalwahl im März 2020 mit einer eigenen Liste antritt? Auch darauf geht das Stadtrats-Trio ein. "Diese Frage stellte sich bisher nicht. Sie wird erst einer der nächsten Tagesordnungspunkte sein, über die wir miteinander ergebnisoffen reden werden." Falls sich die Drei dazu durchringen, sei klar, dass Mitstreiter gefunden werden müssen. "Eine Liste mit nur drei Personen gibt nicht wirklich viel Sinn. In diesem Fall werden wir die vorgeschriebenen Fristen selbstverständlich einhalten, auch wenn das nicht ganz einfach werden wird."















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