31.10.2021 - 14:26 Uhr
AmbergOberpfalz

Neuer Spendenrekord für Ambergs Projekthilfe Dr. Luppa

Ein Verwaltungskostenanteil von nur 1,5 Prozent: Darauf ist die Projekthilfe Luppa stolz, weil fast jeder Cent ihrer Einnahmen in die ehrenamtliche Entwicklungshilfearbeit fließen kann. Auch 2020 gibt es wieder ein Rekord-Spendenergebnis.

Dort, wo Spenden mit Unterstützung von Partnern vor Ort verlässlich ankommen und fair verteilt werden, wie hier auf den Philippinen, ist die Projekthilfe Dr. Luppa 2020 auch mit Hilfen für coronagebeutelte arme Familien aktiv geworden.
von Thomas Amann Kontakt Profil

Die Unterstützer sind von den niedrigen Eigenkosten überzeugt und schenken dem Amberger Verein, der seit 57 Jahren den Namen der Stadt und seines Gründers Dr. Dietrich Luppa in nahezu alle Welt hinausträgt, immer mehr Vertrauen und Geld. 2020 waren es erneut so viele Spenden wie nie zuvor: fast 250.000 Euro, die in praktisch identischer Höhe wieder hinausflossen, um Not und Armut zu bekämpfen und ein Licht der Hoffnung zu senden in die oftmals dunklen Teile dieser Erde.

Vorsitzender Dr. Ulrich Siebenbürger sprach bei der virtuellen Jahreshauptversammlung von einem "Rekordergebnis", wobei er sich auch über die Beteiligung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit von rund 34.000 Euro allein für 2020 an den Projekten in Togo freute - auch das ein Vertrauensbeweis von Berlin für Ambergs traditionsreiche Entwicklungshilfeorganisation. "Die zwei Schwerpunktländer unserer Förderung sind unverändert Togo in Westafrika und die Philippinen in Asien - in beiden Fällen, weil wir verlässliche Partner vor Ort haben, die die Auswahl, Durchführung und Abrechnung der Projekte mit verantworten", skizzierte der Vorsitzende den wichtigen Hintergrund.

Trinkwasser für Togolesen

Im togolesischen Bassar gab es nach seinen Worten eine deutliche Verbesserung der sanitären Anlagen am Markt: neue Toiletten, Trinkwasserversorgung mit Hochbehälter und Solarpumpe, Waschplätze sowie Schulungen der Betreiber von Marktständen. Am Gymnasium im benachbarten Tindjassi seien ebenfalls WCs ergänzt und andernorts weitere Optimierungen ermöglicht worden: Die Bäckerei der Projekthilfe bekam einen gemauerten Zaun, der Kindergarten Spielzeug, der Witwenverein einen Gartenschlauch, die Schulen Lehrbücher.

"Auf den Philippinen konnten wir eine Lehrküche für die Ausbildung am Waisenhaus Asilo San Vicente de Paul einrichten und in Betrieb nehmen. Qualifiziertes Lehrpersonal garantiert dort einen hohen Qualitätsstandard. So finden die Kursabsolventen problemlos eine Arbeitsstelle", berichtete Siebenbürger. Als weiteres Projekt nannte er die Bereitstellung von Zement und Ziegelsteinen für die Bewohner eines Armenviertels, deren Hütten von einem Taifun hinweggefegt wurden und die nun mit stabileren Häusern nicht wieder vors selbe Schicksal gestellt werden sollen.

Auch in Burkina Faso

"In Burkina Faso haben wir die im Vorjahr mit Solarstrom für die Wasserpumpe versehene Entbindungsstation in Kombédogo durch Speichermodule und Lampen erweitert", schilderte der Vorsitzende einen weiteren Mosaikstein der oft kontinuierlich fortgesetzten Hilfe, um mit dem ebenfalls schon unterstützen Mädcheninternat in Thiou fortzufahren: Es bekam eine Gasküche, die das Abholzen von Bäumen beendet. Last, but not least: "In Mali haben wir wegen marodierender Banden für eine Mädchenschule eine gemauerte Umfriedung gebaut."

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.