08.11.2019 - 17:13 Uhr
AmbergOberpfalz

Wenn der Notarzt nicht mehr durchkommt

Eine Frau bemängelt, dass bei Veranstaltungen oftmals die Rettungswege nicht freigehalten werden. Ein andere Ambergerin wünscht sich, dass das Hausnummern-Wirrwarr in der Hirschauer Straße aufgelöst wird: Auch das sind Anliegen von Bürgern.

Die verwirrende Anordnung von Hausnummern in der Hirschauer Straße beklagt Irene Zeller. Vorausgesetzt die Hausbesitzer stimmen zu, könnte sich eine Lösung abzeichnen.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Doris Haslbeck gesteht, dass sie geschockt gewesen sei: Sie erzählt bei der Bürgerversammlung am Donnerstag in Ammersricht von einer Veranstaltung auf dem Marktplatz, bei der es keinen Fluchtweg gegeben habe. "Wo bitteschön wäre der Löschzug der Feuerwehr durchgekommen?", fragte sie sich und wollte wissen, wie die Einhaltung der Rettungswege kontrolliert werde.

Stichprobenartige Kontrollen

"Sie haben Recht: Die Fläche für Sicherheitskräfte ist freizuhalten", pflichtete ihr Baureferent Markus Kühne bei. Angesichts von Veranstaltungen in einem vierstelligen Bereich pro Jahr in Amberg könne man aber nur stichprobenartig kontrollieren, bedauerte er. Damit wollte sich Doris Haslbeck nicht abfinden. "Wir haben am Marktplatz zwei Webcams. Ein Blick und man sieht sofort, was los ist", erklärte sie und warf die Frage auf, was sei, wenn wirklich mal was passiere.

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Amberg

Ambergs Rechtsreferent Bernhard Mitko erläuterte, dass man bei Nichteinhaltung der Rettungswege mit Bußgeld arbeiten könne. "Wenn was passiert, dann interessiert sich auch die Staatsanwaltschaft dafür." Allerdings war sich Mitko ziemlich sicher, dass im Notfall "sehr findige Rettungsdienst-Leute ihren Weg finden" und es sehr viele vernünftige Leute gebe, die alles daran setzten, den Weg freizumachen. Unter der Woche könnte die Antragstellerin die Ämter verständigen, am Wochenende "bleibt nur die Polizei".

Von Ammersricht geerbt

Erst 20, dann 20 a, weiter geht es mit 18½ und darauf folgt 20½: Mit den Hausnummern in der Hirschauer Straße ist Anwohnerin Irene Zeller alles andere als zufrieden. Ob Briefträger oder Notarzt: Keiner findet dort hin, wo er hin will. Baureferent Markus Kühne gestand, dass die Stadt dieses Problem 1972 von der Gemeinde Ammersricht geerbt habe. Er kündigte einen Vorschlag an, wie man die Hausnummern umsortieren könne und zeigte sich zuversichtlich, das in den nächsten Wochen auf die Reihe zu bekommen. Allerdings müsse man mit den Hausbesitzern reden, ergänzte OB Michael Cerny.

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