Anstellen, bitte! Auf den ersten Blick erinnert es ein bisschen an die Warteschlangen bei der Gepäckabgabe am Flughafen: Rot-weiß gestreifte Absperrbänder zieren seit einigen Tagen den Eingangsbereich des Kaufland Supermarktes in Amberg. Sie sollen Warteschlangen in geordnete Bahnen lenken. Wer in diesen Tagen den Ostereinkauf erledigen will, muss sich auf Veränderungen einstellen. Denn in Zeiten der Corona-Pandemie greifen die Supermärkte, neben Absperrbändern, zu weiteren Mitteln, um Schutzmaßnahmen gegen das Virus und den Kundenansturm vor Ostern in Einklang zu bringen.
Personal überwacht Einkaufswagenpflicht
Andrea Kübler von der Kaufland Unternehmenskommunikation erklärt: "Um vor den Kassen den Mindestabstand einzuhalten, müssen wir immer wieder zeitweise den Kundeneinlass schließen und darauf achten, dass jeder Kunde einen Einkaufswagen benutzt." Durch die verpflichtende Benutzung eines Einkaufswagens könne der Mindestabstand zwischen zwei Kunden automatisch leichter eingehalten werden. Wann und wie lange der Einlassstop vor Ort jeweils umgesetzt werde, könnten die Mitarbeiter vor Ort situationsbezogen entscheiden. Wesentlich hängt diese Maßnahme von dem Ansturm an den Kassen ab. Um die neuen Vorschriften besser in der Praxis umsetzen zu können, greift die Supermarktkette auf Sicherheitspersonal zurück: "Vor Ort unterstützen uns Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten. Sie achten darauf, dass die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden, und weisen unsere Kunden an den Kassen auf freie Kassen hin."
Einkauf am besten allein
In der Kaufland-Filiale in Amberg sei außerdem an den Doppelkassen immer nur jeweils eine geöffnet, um auch hier genügend Abstand zu wahren. Damit der Ostereinkauf trotzdem entspannt wird, bittet der Supermarkt seine Kunden die gesamte Länge der Öffnungszeiten von 7 bis 20 Uhr auszunutzen. So könnten sich die Kundenströme über den Tag verteilen. Es müsse niemand Angst haben, bestimmte Produkte nicht mehr zu bekommen, so Kübler: "Unsere Filialen werden laufend und auch zu unterschiedlichen Uhrzeiten beliefert, so dass auch zu späteren Tageszeiten die Warenversorgung sichergestellt ist."
Auch im Real-Markt in der Fuggerstraße gibt es vor Betreten des Ladens gut sichtbare Sicherheitshinweise für die Kunden. Außerdem bittet Kaufland genau wie der Real-Markt seine Kunden darum, den Einkauf mit so wenigen Personen wie möglich, am besten allein, zu erledigen. "Übernehmen Sie die Einkäufe für ältere oder kranke Personen, die besonders gefährdet sind", ist auf einem Schild an der Eingangstür zu lesen. Ein Plakat im Eingangsbereich des Real weist Kunden außerdem daraufhin, möglichst wenige Produkte zu berühren und am besten immer kontaktlos mit Karte zu bezahlen. Nur so könne die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus für Kunden und Mitarbeiter reduziert werden.
















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.