Basis für die OTH-Verbundarbeit der Hochschulen Regensburg und Amberg-Weiden war laut einer Pressemitteilung der Einrichtung ein erfolgreicher gemeinsamer Antrag in einem bayernweiten Wettbewerbsverfahren des Bayerischen Wissenschaftsministeriums im Jahr 2012. Das gemeinsame Motto "Vernetzt Forschen und kooperativ Lehren" verdeutlicht den Anspruch des OTH-Verbunds, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kompetenzen beider Hochschulen zu bündeln.
Expertise in Lehre und Forschung
"In den sieben Jahren haben die beiden Hochschulen ihre vorhandenen Expertisen in Lehre, Forschung und Weiterbildung konsequent ausgebaut, um damit Herausforderungen wie dem demographischen Wandel und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel zu begegnen, den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Ostbayern zu verstärken und die Sichtbarkeit im nationalen und internationalen Rahmen auszubauen", heißt es weiter.
Ein wichtiger Baustein in dieser Strategie seien neun eingerichtete, gemeinsame OTH-Forschungscluster, die "beachtliche Ergebnisse erzielen", wie es in dem Schreiben heißt. Verbunden mit einer Grundfinanzierung des OTH-Verbundes durch den Freistaat Bayern in Höhe von einer Million Euro pro Jahr seien über diese Cluster in den vergangenen sieben Jahren folgende Hebelwirkungen erreicht worden: Einwerbung von zusätzlichen Drittmitteln in Höhe von 35 Millionen Euro, erfolgreicher Abschluss von zwölf kooperativen Promotionen des wissenschaftlichen Nachwuchses, Einbindung von 71 Professoren der beiden Hochschulen in gemeinsamen Projekten, Veröffentlichung von über 900 Publikationen und die Weiterqualifizierung von aktuell 21 Forschungsassistenten für ihre wissenschaftliche Zukunft.
Initiativen und Innovationen
"Zudem war der OTH-Verbund eine wichtige Basis für die Einrichtung und Etablierung einer Reihe weiterer erfolgreicher Netzwerke in ganz Ostbayern, die mit zahlreichen Verbundprojekten mittlerweile eine hohe Sichtbarkeit und Präsenz haben", resümiert Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg. Der Verbund sei somit Vorreiter für regionale Allianzen wie Indigo (Internet und Digitalisierung in Ostbayern) oder DGO (Digitale Gründerinitiative Oberpfalz).
Dazu gehöre auch der Hochschulverbund Trio (Transfer und Innovation Ostbayern) der sechs ostbayerischen Hochschulen und Universitäten, der im Zuge des Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Innovative Hochschule" gefördert wird und in dem der Wissens- und Technologietransfer zwischen den Hochschulen, Unternehmen und Institutionen wie den Kammern in Ostbayern verstärkt wird. In einem weiteren Projekt mit dem Titel "Grow4Digital" werden auf das Thema Unternehmensgründung ausgerichtete Lehrveranstaltungen für die Studierenden angeboten, ergänzt durch die Initiative "O/HUB" zur Förderung von Gründungspotenzialen beziehungsweise Start-Ups in der Oberpfalz, gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium.
"Besonders bewährt hat sich im OTH-Verbund auch der Ansatz, dem wissenschaftlichen Nachwuchs in Form von aktuell 21 Forschungsassistenzen in den neun Forschungsclustern die Möglichkeit zur Weiterqualifizierung anzubieten", wird Ambergs OTH-Präsidentin Andrea Klug zitiert. "Auf diesem Weg werden über kooperative Promotionsverfahren Perspektiven für eine wissenschaftliche Karriere vor allem für Absolvierende der beiden Technischen Hochschulen geschaffen." Ein weiterer Mehrwert sei die Einbindung der Forschungsassistenten in die Lehre.















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