15.08.2020 - 09:12 Uhr
AmbergOberpfalz

Polizei nach Aktionstag: Verstärkte Maskenkontrollen gehen weiter

Fortsetzung folgt: Nach der großen Masken-Kontrolle vom Donnerstag kündigt die Oberpfälzer Polizei weitere Überprüfungen an. Die Aufmerksamkeit soll hoch bleiben.

Kaum was zu tun: Bei den Kontrollen am Donnerstag stießen die Beamtinnen auf wenig Maskenmuffel.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Die Oberpfälzer Polizei hat nach dem Aktionstag in Sachen Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr eine positive Bilanz gezogen. "In der Oberpfalz stießen die Kontrollen in der Bevölkerung insgesamt auf großes Verständnis", heißt es in einer Erklärung des Oberpfälzer Polizeivizepräsidenten, Thomas Schöniger. Der dem Rang nach zweithöchste Polizist der Oberpfalz kündigte trotzdem weitere verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht an.

Konkrete Zahlen zur Aktion am vergangenen Donnerstag von 7 bis 22 Uhr gab es von Schöniger nicht. Der Polizeivizepräsident sprach lediglich von "wenigen Einzelfällen", bei denen "aufgrund mangelnder Einsicht" Anzeigen nötig waren, "weil diese keinen Mund- und Nasenschutz trugen oder diesen nicht korrekt aufgesetzt" hatten. "Vielen war zudem nicht bekannt, dass die Tragepflicht auch für die dazugehörigen Einrichtungen, wie zum Beispiel Haltestellen und Busbahnhöfe gilt." In diesen Fällen seien die kontrollierenden Polizisten angewiesen gewesen, die Personen auf die Regeln aufmerksam zu machen. Anzeigen gab es hier demnach nicht.

Abstand wichtig

Obwohl die Kontrollen unproblematisch verliefen, sollen sie weiter verstärkt fortgeführt werden. Die Staatsregierung habe erneut die Bedeutung der Maskenpflicht im Bemühen gegen eine zweite Corona-Welle hervorgehoben. Auch den Mindestabstandsregeln und Verhaltensvorschriften im öffentlichen Raum werde zentrale Bedeutung zugemessen. "Die Polizei Oberpfalz wird deshalb ihre Kontrollen verstärken und appelliert weiterhin an die Bevölkerung, die Hygieneregeln einzuhalten", erklärte Schöniger in seiner Mitteilung.

Polizeivizepräsident Thomas Schöniger

Die Intensivierung der Kontrollen habe bereits vor einigen Wochen begonnen: Die Polizei setze auf "verstärkte Präsenz an beliebten Örtlichkeiten und Treffpunkten". Dabei werde ein "kommunikativer Ansatz" verfolgt. Sprich: Die Beamten appellieren zunächst an die Vernunft, Abstand zu halten oder Masken zu tragen. "Reicht das nicht aus, handelt es sich um Wiederholungsfälle oder sind Personen nicht einsichtig, wird die Polizei bei Verstößen konsequent einschreiten und gegebenenfalls Bußgeldverfahren einleiten", macht Thomas Schöniger aber auch klar: "Durch vielerlei Maßnahmen des Infektionsschutzes konnten die Zahlen der Neuinfektionen reduziert und auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden, weshalb ich an die Bürgerinnen und Bürger der Oberpfalz appelliere, weiterhin diszipliniert auf die Hygieneregeln zu achten."

Viel Verständnis

Dabei stoßen seine Beamten noch immer auf großes Verständnis aus der Bevölkerung, lobt Thomas Schöniger. Kontrollschwerpunkte sollen dennoch weiter öffentliche Plätze, Badeseen, Grünanlagen und "andere Orte mit erfahrungsgemäß stärkerem Personenaufkommen" bleiben.

"Ab dem kommenden Wochenende" werde der Kontrollaufwand weiter erhöht, teilt die Polizei nun mit. "Gerade die Maskenpflicht und die Einhaltung der Mindestabstände sind weiterhin unverzichtbar."

Hintergrund:

90000 Kontrollen

Auch wenn der Polizeivizepräsident seine Oberpfälzer ausdrücklich lobt, einige Schwarze Schafe gibt es, wie die Polizeistatistik beweist: Seit Pandemiebeginn im März kontrollierte die Polizei über 90 000 Mal die Einhaltung der Auflagen – in fast 5000 Fällen seien Straf- und Bußgeldverfahren eingeleitet worden.

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