08.10.2018 - 14:23 Uhr
AmbergOberpfalz

Polizei Amberg fährt nicht auf Segways ab

Mit einem elektrischen Roller durch die Stadt düsen: Vor kurzem startete das bayernweite Pilotprojekt Segways bei der Polizei in Regensburg. Ein Jahr lang sollen Beamte die Mobilität testen. Was sagen die Polizisten in der Region dazu?

In einem Pilotprojekt erprobt die bayerische Polizei in Regensburg Segways. Ein Jahr lang sollen Beamte die elektrischen Roller testen. Bild: Armin Weigel/dpa
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Vor etwas einem Jahr hat sich die Polizeiinspektion Amberg mit dem Segway-Thema beschäftigt. "Wir haben auch daran gedacht, uns für den Probeversuch zu melden", sagt deren Sprecher Achim Kuchenbecker. Allerdings sei die Anschaffung relativ teuer. "Zu 100 Prozent waren wir nicht davon überzeugt." Zum anderen brauche es auch das Personal, um diese elektrischen Roller zu testen. So sieht es auch Kuchenbeckers Kollege in Sulzbach-Rosenberg, Peter Krämer. "Wenn mein Personal damit in der Stadt unterwegs ist, können wir zum Beispiel unsere Mitarbeiter schlecht bis nach Poppenricht zu einem Unfall schicken." Das brauche einfach viel zu lang, bis der entsprechende Kollege wieder an der Inspektion sei.

"Mit der Idee der Segways haben wir geliebäugelt. Das ist ein probates Mittel und bringt eine hohe Mobilität", sagt Krämer. "Im Vergleich zu einem Beamten, der mit dem Fahrrad unterwegs ist, sind die Beamten auch ansprechbarer für Passanten." Doch wie in Amberg ist die Anschaffung der Geräte auch für Sulzbach-Rosenberg schlicht zu teuer. "Für eine kleine Inspektion wie wir sie sind, verbraucht die Anschaffung zweier Segways fast das ganze Jahresbudget."

Für Kuchenbecker gibt es sehr wohl Einsatzbereiche, wo sich Segways auf den ersten Blick schon lohnen. "Am Flughafen muss man große Strecken zurücklehnen. Da macht das natürlich Sinn." Wohl aber will man in Amberg den Probelauf in Regensburg verfolgen: "Wir sind aufgeschlossen und warten auf die Ergebnisse. Für unsere Freiwilligen von der Sicherheitswacht könnten Segways auch gut funktionieren. Dann könnten die Bereiche, welche die Ehrenamtlichen derzeit zu Fuß ablaufen, ausgeweitet werden."

Niedrigere Anschaffungskosten und mehr Personal: "Sind die Voraussetzungen für Segways optimal, wäre das eine tolle Geschichte. Dann ließe sich vom Stadtpark, durch die Fußgängerzone bis hin zur Peripherie der Bereich für die Streife gut abdecken. Und bequemer wäre es für die Kollegen auch, wenn sie so die hügelige Innenstadt abfahren", sagt Krämer mit einem Lachen.

Pilotprojekt "Segways bei der Polizei"

Regensburg
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Franz Zintl

Ein ordentliches Segway kostet so um die 8000 €. Da wären Elektro-Fahrräder preisgünstiger und wenn es darum geht jemand zu verfolgen auch schneller. Segways sind ca. 20 km/h schnell.
Und im Winter oder bei Regenwetter sind beide Möglichkeiten ungeeignet.

08.10.2018

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