25.11.2021 - 20:55 Uhr
AmbergOberpfalz

Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Einbrechern

Gerade in der dunklen Jahreszeit sind vermehrt Einbrecher unterwegs. Wer sich selbst vor Einbrüchen schützen möchte, kann sich kostenfrei an die Beratungsstellen der Kriminalpolizei wenden.

Zur Verhinderung von Wohnungseinbrüchen führte die Oberpfälzer Polizei zu Beginn der dunklen Jahreszeit Schwerpunktkontrollen durch.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Oberpfalz bewegt sich nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Während hier 2016 noch 630 Wohnungen angegangen wurden, waren es 2020 nur noch 288. Laut Polizeipräsidium Oberpfalz zeichnete sich auch für 2021 eine positive Tendenz ab. Nach wie vor scheitert circa die Hälfte der Täter, da sie gestört wird oder technische Sicherungen nicht überwinden kann. Die Taten ereignen sich insbesondere in den Wintermonaten und hier bereits ab Einbruch der Dunkelheit.

Gefühl der Unsicherheit

Wohnungseinbrüche haben für die Betroffenen oft weitreichende Folgen. "Neben materiellen Schäden entsteht nicht selten ein Gefühl der Unsicherheit in den eigenen Wänden", heißt es in der Pressemitteilung. Deshalb bleibe der Kampf gegen Wohnungseinbrecher unabhängig von der Entwicklung der Fallzahlen ein priorisiertes Ziel der Oberpfälzer Polizei. Zu Beginn der dunklen Jahreszeit haben die Beamten Sonderkontrollen durchgeführt. Diese waren Teil einer länderübergreifenden Kooperation zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen.

Nicht nur bei mobilen uniformierten und zivilen Streifen, sondern auch an stationären Kontrollstellen, wie beispielsweise an der Autobahn 6, überprüfte allein die Oberpfälzer Polizei während der vergangenen Tage fast 1000 Personen welche mit über 300 Fahrzeugen unterwegs waren. Dabei waren über 150 Beamtinnen und Beamte eingesetzt. Die Bereitschaftspolizei unterstützte zudem die Kontrollen. Auch wenn hierbei kein Einbrecher auf frischer Tat festgenommen werden konnte, erwiesen sich die Kontrollen dennoch als erfolgreich. So wurden fünf Personen festgestellt, nach denen aus unterschiedlichen Gründen gefahndet wurde. Außerdem stellte die Polizei mehrere Waffen (eine sogenannte PTB-Waffe und verschiedene verbotene Messer) sowie unterschiedliche Betäubungsmittel sicher. Außerdem wurden unter anderem noch ein Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie ein Verstoß nach dem Jugendschutzgesetz aufgedeckt.

Tipps der Polizei

Der Einbruch in eine Privatwohnung gilt seit 22. Juli 2017 als Verbrechen. Die Mindeststrafe hierfür liegt bei einem Jahr Haft, teilt das Präsidium mit. Die Polizei bittet auch die Bevölkerung um Mithilfe bei der Bekämpfung dieser Kriminalitätsform. Insbesondere sollten verdächtige Beobachtungen frühzeitig gemeldet und das eigene Zuhause gut abgesichert werden.

Die Polizei rät:

  • Wenn Sie ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt ihre Haustür ab.
  • Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  • Sorgen Sie für Helligkeit im Umfeld ihres Hauses bzw. ihrer Wohnung, beispielsweise durch die Installation von Bewegungsmeldern.
  • Schließen Sie Rollläden nur zur Nachtzeit! Tagsüber könnte dies Abwesenheit signalisieren.
  • Verstecken Sie ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck.
  • Wenn Sie ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
  • Achten Sie auf Fremde in ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück. Installieren Sie gegebenenfalls eine funktionsfähige Videoüberwachung.
  • Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei.
  • Geben Sie keine Hinweise auf ihre Abwesenheit, zum Beispiel in sozialen Netzwerken oder auf dem Anrufbeantworter.
  • Erwecken Sie, insbesondere bei längeren Abwesenheiten, den Eindruck von Anwesenheit. Dies kann mit der Unterstützung von Zeitschaltuhren, Applikationen zur Lichtsteuerung oder mit Hilfe von Freunden und Nachbarn geschehen. Vermeiden Sie überquellende Briefkästen.

Einbrecher gelangt über gekipptes Fenster in Wohnhaus

Pruppach bei Hirschbach

Weitere Informationen

Service:

Kostenlose Beratung bei der Kriminalpolizei

Über den richtigen Einbruchsschutz beraten die Spezialisten von den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen laut Pressemitteilung kostenlos. Zu erreichen sind diese unter folgenden Telefonnummern:

  • Kriminalpolizei Amberg
    Telefon: 09621/890-275,
    Zuständigkeitsbereich: Amberg, Amberg-Sulzbach, Schwandorf
  • Kriminalpolizei Weiden
    Telefon: 0961/401-258
    Zuständigkeitsbereich: Weiden, Tirschenreuth, Neustadt
  • Kriminalpolizei Regensburg
    Telefon: 0941/506-2775 oder -2776
    Zuständigkeitsbereich: Regensburg, Cham, Neumarkt

 

 

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