16.01.2019 - 15:58 Uhr
AmbergOberpfalz

Porno-Masche: Erpressung per E-Mail

Sie behaupten, der Empfänger ihrer E-Mails sei beim Besuch pornografischer Seiten im Internet gefilmt worden: Unbekannte versuchen derzeit, Internet-Nutzer im Raum Amberg-Sulzbach mit Spam-Mails zu erpressen.

Die Polizei warnt vor erpresserischen E-Mails, die derzeit im Raum Amberg-Sulzbach kursieren.
von Heike Unger Kontakt Profil

Die Amberger Polizei warnt vor dieser Betrugs-Masche per E-Mail, die gerade wieder im Raum Amberg-Sulzbach vermehrt angewandt wird: "Ziel der Absender ist es, wie bei fast allen betrügerischen Mails, an das Geld der Betroffenen zu gelangen", wie Dieter Muschler von der Amberger Polizei mitteilt.

Muschler erklärt auch die Methode der Betrüger: "Die Verfasser der E-Mails behaupten, dass der Empfänger, ob zutreffend oder nicht, auf pornografischen Seiten gesurft sei und dabei auch sexuelle Handlungen an sich vorgenommen habe." Dabei sei sein Computer "gehackt" worden und es existierten auch Videoaufzeichnungen von seinen Aktivitäten.

Damit, so behaupten die Mail-Versender, hätten sie Zugriff auf sämtliche Kontaktdaten des Computer-Besitzers: Die kompromittierenden Aufnahmen, so drohen die Betrüger, würden sie an Bekannte und Verwandte des Betroffenen schicken, wenn dieser nicht eine größere Geldsumme zahle. Diese wird in der virtuellen Währung "Bitcoin" eingefordert.

Vier solcher E-Mail-Adressaten aus dem Stadtgebiet und dem Landkreis haben am Dienstag Anzeige bei der Polizeiinspektion Amberg erstattet. Die Forderungen der Erpresser bewegen sich im Bereich einiger Hundert bis zu mehreren Tausend Euro.

"Glücklicherweise ließ sich keiner der ausschließlich männlichen Adressaten auf das Ansinnen der Erpresser ein", berichtet Dieter Muschler. So sei auch kein finanzieller Schaden entstanden. Die Polizei geht allerdings davon aus, "dass sich aus Scham nur ein Teil der Betroffenen bei der Polizei meldet und es den Betrügern immer wieder gelingt, Geld von ihren Opfern zu erpressen".

Bericht über Erpressungsversuche mit der Pornomasche bei Mimikama

Info:

Tipps der Polizei

Zum Umgang mit erpresserischen E-Mails hat die Amberger Polizei einige Tipps parat:

Antworten Sie nicht auf oben genannte E-Mail und löschen Sie diese gleich.

Gehen Sie keinesfalls auf die Zahlungsaufforderung ein

Klicken Sie keine Links in der E-Mail an.

Führen Sie regelmäßig Updates der Software und Betriebssysteme durch.

Nutzen Sie aktuelle Anti-Viren-Software.

Führen Sie regelmäßig Datenbackups ihrer Daten vom Netzwerk auf getrennten

Speichermedien (externe Festplatten) durch.

Bei Fragen wenden Sie sich jederzeit an die Polizei.

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