15.01.2020 - 10:44 Uhr
AmbergOberpfalz

Preisverleihung an OTH Amberg-Weiden

"Wir wollen besondere Leistungen in den Fokus stellen", erklärt Präsidentin Andrea Klug. Deshalb würdigt die OTH Amberg-Weiden Absolventen, Studenten und Lehrende.

„Ausgezeichnet!“: Bei einer Feier an der OTH Amberg-Weiden werden Lehrende, Studierende und Projekte gewürdigt und mit Fördergeldern unterstützt.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

"Ausgezeichnet!" heißt die Feier zur Vergabe der Preise und Stipendien, für OTH-Präsidentin Andrea Klug "jedes Jahr ein Highlight". Die Auszeichnung der Studenten mit hervorragenden Studienabschlüssen solle ein Ansporn für Kommilitonen sein. "Sie sind Vorbilder." Geehrt wurden aber auch Studierende, Lehrende, Forschungsteams und Service-Stellen, die sich mit innovativen Ideen für die Hochschule einsetzen. "Lehre auf hohem Niveau, Forschung zu aktuellen Themen sowie Engagement für die Hochschule und im Studium" - all das habe für die OTH große Bedeutung.

"Es ist wichtig, die Leistung jedes einzelnen wertzuschätzen", sagte auch Michael Cerny. Der Amberger Oberbürgermeister sieht in den guten Arbeiten aber ebenso eine Leistung der Hochschule und damit eine Auszeichnung der "gesamten Wirtschaftsregion".

Hervorragende Abschlussarbeiten:

Elf Studierende der OTH durften sich über Förderpreise - dotiert zwischen 1000 und 1500 Euro - freuen. Mit ihren besonders guten Abschlussarbeiten verdienten sich Daniel Geitner, Katja Hampel, Juliane Gentner, Sinja Moller, Patrick Eggmeier, Stephan Lindner, Jakob Hüttner, Pius Stahl, Magdalena Meier, Max Becker und Daniel Voit diese Auszeichnungen. OTH-Vizepräsident Ulrich Müller dankte den Förderpartnern der Hochschule für die finanzielle Unterstützung. Die Amberger Freunde der OTH, der Förderverein der OTH Weiden, die Sparda-Bank Ostbayern, die Sparkasse Amberg-Sulzbach, Siemens, Constantia Pirk und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hatten die Preisgelder gespendet. (wih)

Mit der Unterstützung von Förderpartnern der Hochschule werden jährlich Preise an Absolventen mit hervorragenden Abschlussarbeiten vergeben.

Ausgezeichnetes Engagement

Der Preisträger in der Kategorie "Engagiert. In der Lehre", Professor Stefan Sesselmann, war auf einer Fortbildung und bedankte sich deshalb per Skype für 1500 Euro. Persönlich hingegen nahm Christina Stollner die Glückwünsche entgegen. Für ihr "herausragendes Engagement für die Studierendenschaft und das Miteinander auf dem Campus" gab es 500 Euro. Die Master-Studentin verdiente sich den Preis "Engagiert. Auf dem Campus" unter anderem durch ihre Mitarbeit bei verschiedenen Festen und Programmen. Für andere Studierende gab sie im vergangenen Jahr sogar einen Tanzkurs.

"Engagiert. Im Service" wiederum ist Professor Christian Schieder mit den Studierenden Vera Posset, Johannes Regler und Patrick Stegner. Gemeinsam arbeitet das Team an der Digitalisierung der Modulhandbücher. Dafür gibt es 1000 Euro.

Zertifikate für zwei Lehrende

"Was bewegt Menschen, als Lehrende an die Hochschule zu gehen?", fragte Studiendekan Martin Frey. "Sie wollen ihr Wissen weitergeben." Doch diese Sache hätte einen Haken. "Sie sind keine perfekten Didaktiker." Anders als Lehrern fehle ihnen dafür die Ausbildung. Vorgeschrieben seien nur vier Seminartage Hochschul-Didaktik. "Das ist sehr knapp bemessen."

Doch es gibt freiwillige Angebote. So auch das "Zertifikat Hochschullehre Bayern". Das Programm konzentriert sich auf Themenbereiche, die unmittelbar das Tätigkeitsprofil von Hochschuldozierenden betreffen, es umfasst fünf thematisch verschiedene Bereiche. Von der OTH haben Stefan Breunig und Professor Gerald Pirkl insgesamt 120 Arbeitseinheiten zu je 45 Minuten absolviert und damit das Programm erfolgreich abgeschlossen. Frey hatte die Ehre, den beiden Kollegen das Zertifikat zu überreichen.

Internationale Projekte im Fokus

Auch Projekte, die die Internationalisierung der Hochschule fördern, werden Jahr für Jahr von der OTH gewürdigt. Den mit 500 Euro dotierten Preis erhielten in diesem Jahr drei Medientechnik-Studenten. Für ihre Abschlussarbeit waren sie für einen Monat nach Afrika gereist. Das Ergebnis, ein halbstündiger Dokumentarfilm über ein Waisenhaus in Kenia, hatten Stefan Braunreuther, Felix Birkenseer und Fabian Knobloch im November auch im Ring-Theater gezeigt.

In den Fokus rückte die Hochschule heuer auch Mittel-Osteuropa. 1000 Euro waren ausgelobt für ein Projekt zu diesem Thema. Wie OTH-Vizepräsident Ulrich Müller verkündete, schenkt die Jury hier einem Team, das noch in den Startlöchern steht, ihr Vertrauen. Drei Studenten werden einen Dokumentarfilm in der Ukraine drehen: "Tschernobyl - Aufstieg aus der Asche". Dabei wollen sie sich auf die "schönen Seiten" konzentrieren und zum Beispiel zeigen, wie sich die Natur dort erholt hat. Professorin Laura Denise Fischer verrät zudem: "Auch Wodka soll im Film eine Rolle spielen."

"Gutes erzeugt Gutes"

Edmund Bradatsch setzt sich mit seiner privaten Stiftung für Studierende ein. Besonders solche, die auf dem zweiten Bildungsweg sind. Damit möchte er auch seinen eigenen Förderern danken, die ihm als jungem Mann ein Studium ermöglichten. "Gutes erzeugt Gutes", erklärte er seine Beweggründe. Deshalb unterstützt Bradatsch auch die Wissenschaft an den technischen Hochschulen in Regensburg, Amberg und Weiden. Den Förderpreis der Edmund-Bradatsch-Stiftung erhielt Professor Christoph Lindenberger.

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