11.02.2020 - 19:36 Uhr
AmbergOberpfalz

Radweg von Ebermannsdorf nach Schafhof kostet jetzt fast 60 Prozent mehr

Ende 2017 war der Bauausschuss noch von Gesamtkosten von 920.000 Euro für den Radweg zwischen Ebermannsdorf und der B 85 entlang der AS 23 ausgegangen und hatte ihm zugestimmt. Jetzt aber lagen die Kosten plötzlich um fast 60 Prozent höher.

Auch in Ebermannsdorf werden bald die ersten Bauarbeiter anrücken, um den Radweg anzulegen.
von Markus Müller Kontakt Profil

Bei der Sitzung des Gremiums im Ursensollener Rathaus (der König-Ruprecht-Saal im Landratsamt wird umgebaut) erläuterte Matthias Kolb, der Sachgebietsleiter Tiefbau am Landratsamt, wie diese Steigerung zustande kam. Zunächst einmal sei der Grunderwerb so aufwendig gewesen, dass er erst heuer habe umgesetzt werden können. In dieser Zeit seien mehrere Entwicklungen zusammengetroffen.

So seien Erdbauarbeiten ebenso teurer geworden wie die Entsorgung von Erdaushub und die Deponiepreise, einerlei ob für belastetes oder unbelastetes Material. Kolb: "Aufgrund der langen Baustrecke von 2,4 Kilometern und den damit verbundenen großen Erdmassen ist dieser Sachverhalt besonders schwerwiegend." Dieselbe Entwicklung konstatierte der Tiefbau-Experte für die Baupreise und die Preise für Baumaterialien, insbesondere für Frostschutz und Asphalt. Außerdem seien für ein Teilstück Bodenverbesserungsmaßnahmen dazugekommen, und eine Amphibienleiteinrichtung schlage zusätzlich mit 25.000 Euro zu Buche. Somit erbrachte die neue Kostenberechnung vom 10. Januar 2020 ein Ergebnis von 1,47 Millionen Euro.

Gleichzeitig sinkt Förderung

Ein weiterer Wermutstropfen für die Kreisräte: Die Regierung der Oberpfalz hat inzwischen die Förderung von 50 auf 40 Prozent reduziert, weil hier die Nachfrage so groß war. Damit stieg der Eigenanteil des Landkreises von zunächst veranschlagten 506.100 Euro auf 934.000 Euro. Vor allem wegen dieser Größenordnung kam die Maßnahme noch einmal in den Bauausschuss. Dem war sie aber auch die gewachsene Summe wert. "Das Vorhaben passt in die Zeit", bemerkte etwa Landrat Richard Reisinger.

Die erneute Zustimmung ermöglicht eine rasche Ausschreibung im Bayerischen Staatsanzeiger. Im optimalen Fall könnte der Auftrag bereits im März erteilt werden. Bei einem Baubeginn im April und einer reinen Bauzeit von vier Monaten wäre die Fertigstellung Ende Oktober 2020 möglich.

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