19.09.2019 - 16:54 Uhr
AmbergOberpfalz

Regionalkonferenzen kommen bei Amberger SPD-Basis gut an

Die SPD sucht derzeit in einer für deutsche Verhältnisse ungewöhnlichen Form ihre neuen Parteivorsitzenden – bevorzugt eine Doppelspitze von Frau und Mann. Amberger Sozialdemokraten finden diese Methode super.

Die Bewerber um den SPD-Parteivorsitz bei der Regionalkonferenz in Hamburg.
von Markus Müller Kontakt Profil

Wenn der SPD-Stadtverband am Freitag, 20. September, um 19 Uhr zu seiner Mitgliederversammlung in der Alten Kaserne zusammenkommt, steht nicht nur die Wahl des örtlichen Vorstands auf der Tagesordnung, sondern auch Informationen über den laufenden Prozess zur Wahl der SPD-Bundesvorsitzenden. Das Verfahren der Regionalkonferenzen, bei denen sich die Kandidaten der Basis quer durch ganz Deutschland vorstellen, kommt vor Ort gut an.

Stadtverbandsvorsitzender Martin Seibert etwa lobt es als "sehr demokratische Vorgehensweise". OB-Kandidatin Birgit Fruth war vergangene Woche bei der Regionalkonferenz in Nürnberg und hat dort eine "sehr gute Stimmung" unter den Zuhörern wahrgenommen. Für sie zeichnet sich noch keine Tendenz ab, dass einer der Kandidaten bei der Basis vorne läge. Doch viele Stimmen hätten sich lobend darüber geäußert, dass neue Köpfe anträten und so frischen Wind reinbrächten. In Fruths Augen ist die Einbindung der Basis auf diese Weise "ein Superweg", um zu neuen Vorsitzenden zu kommen.

Stadtratskandidat Dieter Weiß hat in Nürnberg die Stimmung so wahrgenommen, dass man an der Basis keinen Favoriten hat. "Da kann alles passieren. Auch Olaf Scholz ist nicht gesetzt." 3500 neue SPD-Mitglieder seit dem Start der Regionalkonferenzen wertet Weiß als Zeichen, dass diese Art der Mitbestimmung bei den Menschen sehr gut ankommt. "Wir haben totalen Schwung durch dieses Verfahren bekommen. Und ich habe noch keinen gehört, der sagt, das sei ein Krampf."

Zum weiteren Verfahren für die Wahl der Bundesvorsitzenden gibt die Amberger SPD in einer Pressemitteilung an: Vom 14. bis 25. Oktober findet die Mitgliederbefragung statt. Darauf folgt vom 19. bis 29. November die Abstimmung für Platz 1 und 2. Das Votum der Mitgliederbefragung ist gültig, wenn sich mindestens 20 Prozent der Mitglieder daran beteiligen.

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