Wie bereits berichtet, war Oberbürgermeister-Kandidat Manuel Werthner mit einem Traktor vorgefahren, um auf sich und seine Ziele aufmerksam zu machen. An seiner Seite: Stadtrat Eberhard Meier, der sich vorstellen kann, die Örtlichkeit König-Ludwig-Platz zu nennen.
Die Entscheidung, das ehemalige Storg-Gebäudes künftig als Hotel zu nutzen, bezeichnete Meier als verträgliche Lösung. Aber: "Auf dem Bürgerspitalareal soll weiterhin ein riesiger Klotz entstehen."
"Älteste Stiftung Deutschlands"
Stattdessen könnte die Stadt mit einer durchgängigen, kleinteiligen Bebauung einen städtebaulichen Akzent setzen und die steinernen Zeugnisse der Frühgeschichte Ambergs bewahren. Ein "Alter Königshof" mit Wohngemeinschaften für Studenten und Senioren und einem städtischen Kindergarten würde an die im Jahr 1317 von König Ludwig begründete Tradition des Bürgerspitals, der ältesten Stiftung Deutschlands, anknüpfen. Auch "Wohnungen für junge Familien und Platz für quartierverträgliches Gewerbe und Dienstleistungen" seien möglich. Vor fünf Jahren habe der Stadtrat eine ähnliche Planung schon einmal einstimmig beschlossen. Konkret fordert Meier: "Wir sollten das Bürgerspitalgelände wieder an die Bürger zurückgeben."
Manuel Werthner, der Oberbürgermeister-Kandidat der Freien Wähler, ging besonders auf das Verkehrskonzept für die Altstadt ein: "Ein harmonisches Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern ist mit einer gemeinsamen Verkehrsfläche im Amberger Ei zu erreichen." Das steigere die Wohn- und die Aufenthaltsqualität und damit die Attraktivität der Innenstadt. Eine Verkehrsberuhigung der Altstadt sei von den Freien Wählern bereits im Kommunalwahlkampf 1990 gefordert worden.
Tempo 30 in allen Nebenstraßen
Listenkandidatin Veronika Niklaus sprach sich dafür aus, Tempo 30 in allen Nebenstraßen einzuführen. Werthner und Meier sehen das auch so. Der Vorschlag könne schnell mit geringen Mitteln umgesetzt werden. Wenn er auch das Radverkehrskonzept nicht überflüssig mache.

















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