25.09.2020 - 10:35 Uhr
AmbergOberpfalz

Rückkehr für Sportvereine in Turnhallen wird schwierig

Die Sporthallen der Amberger Schulen sind derzeit wieder offen. In Amberg fehlt es aber deutlich an Kapazitäten.

Norbert Fischer, Vorsitzender des Stadtverband für Sport: „Wichtig ist dass wir vor allem in den Wintermonaten die kleinen Fußballspieler in den Hallen zum Training unterbringen können. Für die Seniorenfußballer sehe ich derzeit kein Land in Sicht.“
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Seit dem 19. September sind die Vereine zurück in den Sporthallen in Bayern. Aber es fehlt an Kapazitäten. Denn an der Realschule ist die Turnhalle im Bau, es fehlt an Lüftungen in den Hallen der OTH, der Schule in Raigering sowie am Gregor-Mendel-Gymnasium. „Wir haben rund 200 Trainingseinheiten aller Vereine, die wir entsprechend auf die derzeitigen Hallen verteilen müssen“, erklärt Norbert Fischer vom Stadtverband für Sport. Die Verwaltung der Stadt Amberg habe viel telefoniert, um Trainings- und Hallenzeiten gerecht zu verteilen. Die Vereine wiederum zeigten sich sehr kooperativ und hatten Verständnis. "Wir wollen jedem die gleichen Chancen auf Trainings- und Spielbetrieb bieten“, sagte der Schul- und Sportreferent der Stadt bei einem Ortstermin in der Luitpoldschule, zu dem die Amberger CSU eingeladen hatte.

„Wir haben mit den Vereinen gesprochen, die auf die Hallen angewiesen sind und sich auf ihre Saison vorbereiten müssen. Sie haben ein halbes Jahr nicht mehr trainiert - und nun sollen sie unmittelbar in den Spielbetrieb einsteigen.“ Seitens der Stadtverwaltung habe man sämtliche Möglichkeiten unter den derzeitigen Bedingungen ausgeschöpft, um einen guten und auf die Lage angepassten Mittelweg zu finden. Ob dieser allen dann auch passt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Norbert Fischer, Vorsitzender des Stadtverband für Sport: „Wichtig dabei ist es aber für, das wir vor allem in den Wintermonaten die Kleinen und Jüngsten Fußballspieler in den Hallen zum Training unterbringen können. Für die Seniorenfußballer sehe ich derzeit dafür aber kein Land in Sicht.“

Das zeigt sich auch auf der anderen Seite: 60 Zuschauer in der Sporthalle der Luitpoldschule, 100 in der Sporthalle des Gregor-Mendel-Gymnasiums und in der Trimax-Halle und im Amberger Eisstadion maximal 200 Zuschauer, die öffentliche Sportveranstaltungen begleiten dürfen: Oberbürgermeister Michael Cerny sagt aber, dass „es Einschränkungen geben wird“. Gerade auch beim Fußball.

„Wir hoffen, dass das Wetter so lange wie möglich hält, und unsere Fußballvereine draußen trainieren können. Die Fußballer kommen nach den Hallensportlern heuer erst in zweiter Reihe, da wir die Kapazitäten, die uns zur Verfügung stehen, erst mal für diese genutzt werden sollen", sagt Cerny. „Wichtig ist, dass wir vor allem in den Wintermonaten die kleinen und jüngsten Fußballspieler in den Hallen zum Training unterbringen können. Für die Seniorenfußballer sehe ich derzeit dafür kein Land in Sicht“, sagte Fischer.

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Für die Amberger Sportvereine eine erste Ansage, für Klassen an den jeweiligen Schulen kann das aber noch zum Problem werden. Rektorin Maria Schuller benannte ihre Sorgen zum regulären Schulsportbetrieb. 20 Schüler dürfen pro Unterrichtsstunde teilnehmen. Bei Klassen mit einer Stärke von 24 Schülern ist es somit derzeit offiziell nicht realisierbar.

„Wichtig ist, dass wir das Thema aufgegriffen haben. Gerade bei der Realschule wird die große Turnhalle gebaut, aber es fehlt daher auch an Kapazitäten, auch da derzeit die Turnhalle der OTH nicht genutzt werden kann“, sagte Cerny.

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Aber nicht nur in den Turnhallen soll Sport wieder möglich sein, sondern auch im Kurfürstenbad: „Wir schauen, dass wir unser Bad wieder öffnen, um den Kindern den Schwimmunterricht zu ermöglichen“, erklärte der Oberbürgermeister.

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