27.10.2019 - 14:56 Uhr
AmbergOberpfalz

Schlendern, schauen, staunen

Neugierde steht am Anfang jeder Erkenntnis. Diesen Gedanken machte sich die OTH zunutze und lockt mit ihrer Nacht der Wissenschaft viele, viele Besucher auf den Amberger Campus.

Wenn die Medientechniker den Innenhof des OTH-Campus in Beschlag nehmen, werden nüchterne Gebäudefassaden zu riesigen Projektionsflächen. Bild: Hartl
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Wer mag es ihnen verdenken, es ist ihr ureigenstes Metier. Die Medientechniker der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden haben es drauf, auf den ersten Blick die meiste Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie tauchen einen einst schnöden Kasernenhof und das ihn umgebende Gebäudeensemble in ein abwechslungsreiches Spiel von Farben, Licht- und Schatteneffekten und Musik, die den Taktstock von abstrakten bis geometrisch sehr geordneten Laser-Projektionen führt. Und am Schluss gibt es ein Feuerwerk, ganz ohne Knall und Feinstaub, untermalt von bekannten Melodien der Klassik.

Üppiges Angebot

Dem konnte sich kaum einer entziehen, der am Freitagabend das einstige Kasernentor durchschritten hat, um sich diesen repräsentativen Auftritt des Amberger OTH in all ihrer Bandbreite anzuschauen. Schon die dafür aufgelegte Programmbroschüre machte es schwer, eine Vorauswahl zu treffen. Das Angebot war groß, so dass zwei, drei Rundgänge erforderlich waren, um sich einen Eindruck dessen, was die OTH zu bieten hat, verschaffen zu können.

Schrill oder still

Alle Fachbereiche und Studiengänge, der Hochschule angegliederte Institute und kooperierende Partnerunternehmen waren vertreten mit dem Ziel, ihre Inhalte und Ziele einem möglichst breiten Publikum näher zu bringen. Die Maschinenbauer haben es da etwas einfacher als etwa einige Disziplinen der Elektrotechnik. Bei den Strömungstechnikern da pfeift und zischt es, tanzen Bälle in der Luft, während sich in der Optoelektronik die Faszination hauptsächlich auf einem PC-Desktop abspielt, dessen Grafikkarte keine großen Anforderungen an den Rechner stellt.

Sollte einem etwas spanisch vorgekommen sein, dem standen auskunftsfreudige Professoren und Studenten zur Verfügung, denn Werben für die eigene Disziplin oder ingenieurtechnische Passion gehört einfach dazu. Repräsentativ nicht abgesichert, aber ein Blick in die Runde der Besucher und Studenten drängte den Eindruck auf, dass junge Frauen langsam aber stetig immer mehr Fuß in der einstigen Männerdomäne angewandte Technik fassen. Besonders in den IT-Fächern fällt das auf.

Muse an ungewöhnlichem Ort

Geboten wurden auch Vorträge und Schauvorführungen im Audimax Siemens Innovatorium, Studenten stellen eigene humanitäre Hilfsprojekte unter dem Dach des der Hochschule angeschlossenen Instituts für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft dar und inzwischen gibt es auch schon ein eigenes Hochschul-Streichquintett sowie einen OTH-Chor. Wie unbefangen und fruchtbar die Musen und angewandte Naturwissenschaften miteinander korrespondieren können, das unterstrich der Auftrittsort beider Ensembles: Es war das Labor für Umweltanalytik. Angemerkt

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