Amberg
31.10.2026 - 00:01 Uhr
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Schmuck mit Persönlichkeit und Geschichte

Meistergoldschmiede Sebastian Baron von der Recke: 30 Jahre Handwerk und Ideen aus Leidenschaft.

30 Jahre. 3 Standorte. Viele Geschichten. Und neue Schmucklegenden, die darauf warten, entdeckt zu werden. Mitten im Herzen der Amberger Altstadt hat sich die von Sebastian Baron von der Recke geführte Meistergoldschmiede einen Namen gemacht. Das Traditionshandwerk wird hier nicht als bloße Fertigung von Schmuck verstanden, sondern als kreative Kunstform, bei der persönliche Geschichten, Erinnerungen und Charaktere in Edelmetall sichtbar werden.

Heute befindet sich das Atelier direkt im Amberger Rathaus am Marktplatz. Für Sebastian von der Recke ist dies die Abrundung einer besonderen Standortreise: Begonnen hat alles in der Paulanergasse, versteckt im Hinterhof und für viele ein echter Geheimtipp. Aus familiären Gründen folgte der Umzug an den Malteserplatz, wo die Goldschmiede zehn Jahre lang ihre Heimat hatte. Nun ist der Meistergoldschmied mitten im Herzen Ambergs angekommen – in einem Umfeld und Ambiente, das seinen künstlerischen Anspruch und kreativen Schaffensprozess widerspiegelt.

Wer einen Blick ins Atelier wirft, findet den Goldschmied dort manchmal auch zu ungewöhnlichen Zeiten, etwa an einem Sonntag oder sogar um Mitternacht. Denn der kreative Schaffensprozess des Meistergoldschmieds läuft nicht immer synchron zu üblichen Ladenöffnungszeiten.

Diese Haltung prägt seine gesamte Arbeit. Sebastian von der Recke, der Vater zweier Söhne, versteht seinen Beruf nicht als Tätigkeit, sondern als Berufung. „Es ist nicht das, was ich tue. Es ist das, was ich bin“, beschreibt er sein Selbstverständnis. An der Werkbank verbindet er traditionelle Handwerkskunst mit modernen Fertigungstechniken und entwickelt daraus Schmucklegenden mit unverwechselbarer Handschrift.

Besonders sichtbar wird dies in seinen eigenen Entwürfen. Florale Gestaltungsformen spielen dabei ebenso eine Rolle wie individuell entwickelte Eheringe, Siegelringe und Einzelanfertigungen. Ein Beispiel sind etwa Familienschmuckstücke, bei denen mehrere Mitglieder einer Familie jeweils einen eigenen Siegelring erhalten. Gemeinsame Elemente aus dem Familienwappen schaffen die Verbindung, während jedes Stück dennoch seine ganz persönliche Ausprägung erhält.

Zum 30-jährigen Bestehen präsentiert die Meistergoldschmiede außerdem mit „Vilsgeflüster“ eine neue Schmucklinie. Die organisch inspirierten Schmuck-Unikate entstehen in der traditionellen japanischen Wachstechnik Mitsuro Hikime. Und sie entstehen aus einer außergewöhnlichen Form der Inspiration:

Im Schlauchboot auf der Vils entwickelt Sebastian von der Recke einzigartige Entwürfe, die von Wasser, Bewegung und Natur geprägt sind. So entstehen Schmuckstücke, die den Charakter eines einzigartigen Augenblicks bewahren und als neue Schmucklegenden weiterleben. Eine besondere Stellung nehmen auch die Trauringkurse ein. Hier können Paare unter fachkundiger Anleitung ihre eigenen Eheringe schmieden und so Erinnerungen schaffen, die weit über den eigentlichen Ring hinausreichen.

Zur Arbeit der Goldschmiede gehört darüber hinaus der verantwortungsvolle Umgang mit Altgold. Häufig begleitet Sebastian von der Recke Familien über mehrere Generationen hinweg beim Umgang mit Schmuck und Edelmetallen. Dazu zählen auch Begutachtungen in sensiblen familiären Zusammenhängen, teilweise mit rechtsanwaltlicher Begleitung. Nach der Übernahme durch die Meistergoldschmiede erhält das Gold auf nachhaltiger und vertrauensvoller Basis ein neues Leben in neuen Schmucklegenden.

Anlässlich des Jubiläums lädt Sebastian von der Recke Interessierte dazu ein, seine Entwicklung und Arbeit aus drei Jahrzehnten kennenzulernen. Eine Foto-Ausstellung mit Aufnahmen ausgewählter Schmuckstücke gewährt am Freitag, 6. November, von 9 bis 17 Uhr im Café „Amici“ in der Lederergasse 3 Einblicke in die gestalterische Vielfalt seiner Arbeit.

Am Samstag, 7. November, ist Sebastian von der Recke ab 17 Uhr in der Bar „Lion“ im Rathaus anzutreffen und freut sich bei einem Glas Sekt (Gutscheine bis 19 Uhr in der Goldschmiede, solange der Vorrat reicht) auf viele interessante und inspirierende Begegnungen und Gespräche.

Wenn am Sonntag, 8. November, von 13 bis 18 Uhr Amberg beim verkaufsoffenen Sonntag mit Musik und Tanz zum Bummeln einlädt, ist auch die Foto-Ausstellung im Café „Amici“ wieder zu sehen. Das Atelier der Meistergoldschmiede im Amberger Rathaus öffnet an diesem Tag ab 14 Uhr.

Viele Schmuckstücke beginnen nicht mit einer Skizze, sondern mit einer Geschichte, einer Erinnerung oder einem besonderen Wunsch. So steht das 30-jährige Bestehen der Goldschmiede nicht allein für eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte, sondern für eine lebendige Handwerkstradition, die Menschen begleitet und bleibende Werte schafft. Oder, wie es der Name der Jubiläumsveranstaltung ausdrückt: Es geht um Schmucklegenden – um Stücke, deren Geschichte oft erst mit ihren Trägerinnen und Trägern beginnt.

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