12.04.2019 - 14:45 Uhr
AmbergOberpfalz

Schüler und Studenten demonstrieren weiter

"Wir sind da und wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut." Viel deutlicher kann man das Anliegen der Fridays-for-Future-Demonstranten nicht ausdrücken.

Sie geben einfach keine Ruhe: Am Freitag zogen erneut mehr als 200 Menschen durch die Amberger Innenstadt, um für den Klimaschutz zu demonstrieren.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Gut 200 Schüler, Studenten und viele Erwachsene zogen am Freitag - nach Schulschluss übrigens - durch die Innenstadt zum Bürgerplatz, um für und nicht gegen etwas zu demonstrieren: für ihre eigene Zukunft nämlich.

Fridays for Future heißt die Veranstaltung, die bei der etablierten Politik zunehmend für Beunruhigung sorgt. Doch die jungen Leute geben einfach nicht nach. Am Freitag stellten sie auch in Amberg erstmals konkrete Forderungen zum Schutz des Weltklimas. Unter anderem nach einem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für Jugendliche, damit die nicht mehr von ihren Eltern mit dem Auto in die Schule gefahren werden.

"Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle", hieß es am Bürgerplatz unter dem Lärm der Automobile zunächst, bevor die Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich machten, dass sie nicht gewillt sind, sich wieder aus der Öffentlichkeit verscheuchen zu lassen. Beispielsweise der Benedikt, Schüler eines Amberger Gymnasiums. Er kennt sie alle, die Vorurteile, die Menschen seiner Generation gerade jetzt entgegenschlagen. Dass sie beispielsweise während der Schulzeit für das Klima demonstrieren und am Nachmittag dann gemeinsam mit der Mutti im Auto zu McDonalds fahren. Das ärgert Benedikt, ficht ihn aber nicth weiter an. Dass aber Politiker über die Fridays-for-Future-Demonstranten von "ökopolitischen Kindersoldaten" sprechen, das gehe zu weit.

Er und seine Generation, so sagte der Schüler, sei natürlich nicht perfekt in Sachen Umweltschutz. "Aber wir schaffen uns ein Bewusstsein dafür." Anschließend nannten die Organisatorinnen der Demos, Larissa Köster und Aziza Ernst, die Forderungen, welche die Bewegung inzwischen konkret aufgestellt hat. Unter anderem die Erhebung einer CO2-Steuer in Höhe von 180 Euro pro Tonne. Außerdem sammelten sie an der Bürgerkugel die Wünsche und Anregungen, die den Ambergern auf den Nägeln brennen. Das sind eine ganze Menge, wie sich sofort zeigte. Die Plakate waren ganz schnell voll.

Bilder von der Demonstration

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