21.09.2018 - 14:41 Uhr
AmbergOberpfalz

Siemens investiert in Amberg

Siemens überrascht mit einer Frohbotschaft für Amberg: Auf dem Werksgelände soll ein Digitalisierungszentrum für Kunden, Besucher und Forschungszwecke gebaut werden. Auch die OTH Amberg-Weiden ist mit im Boot.

Siemens investiert erneut in Amberg: Für einen zweistelligen Millionenbetrag soll ein Digitalisierungszentrum entstehen.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Auf 5000 Quadratmetern Fläche sollen ein Besucherempfangsraum, eine Ausstellungsfläche sowie eine High-Tech-Werkstatt entstehen. Die Werkstatt soll als Digitallabor für Forschungen von Studenten der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden genutzt werden. Besucherzentrum und Digitallabor bilden Erd- und Untergeschoss eines dreistöckigen Neubaus mit einem externen Zugang, das Obergeschoss soll als Bürofläche für rund 130 Mitarbeiter in der Entwicklung für Simatic-Steuerungen genutzt werden, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns.

Eine genaue Investitionssumme nennt das Unternehmen nicht. Insgesamt wolle Siemens laut Presse-Info einen zweistelligen Millionen Euro-Betrag in das Digitalisierungszentrum stecken. Das Richtfest ist laut Siemens-Sprecher Bernhard Lott bereits für Sommer 2019 geplant, die Eröffnung soll 2020 erfolgen. Am Siemens-Standort Amberg und im Speziellen im Elektronikwerk Amberg meldeten sich jährlich hunderte von Besuchergruppen an, um sich über Anwendungen der digitalen Fabrik zu informieren, erläuterte er. Im laufenden Produktionsbetrieb könnten die Besucher aber aus Kapazitätsgründen bislang nur eingeschränkt empfangen werden. „Unser Werk in Amberg gilt weltweit als Vorzeigefabrik für Industrie 4.0. In unserem neuen Digitalisierungszentrum werden wir konkret und anschaulich zeigen können, wie Digitalisierung in der diskreten Fertigung funktioniert und wo die Potenziale einer durchgängig integrierten und digitalisierten Produktion liegen“, wird Vorstandsmitglied Klaus Helmrich zitiert. „Wir festigen damit die Vorreiterrolle Ambergs als High-Tech-Standort.“ Auch Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) kommt in der Mitteilung zu Wort: „Die Digitalisierung ist der Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der bayerischen Wirtschaft. Projekte wie das Digitalisierungszentrum in Amberg machen neue Technologien konkret erlebbar. Sie helfen, die Chancen der Digitalisierung auch einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen.“ Das Digitallabor soll OTH-Studenten die Möglichkeit geben, an zukunftsweisenden Digitalisierungsthemen mitzuforschen. Siemens ergänzt damit die Kooperations-Strategie der Hochschule und wird zu einem weiteren „Innovativen Lernort“. „Wir intensivieren mit dem Angebot eines Innovativen Lernorts das ohnehin schon hervorragende Netzwerk zur OTH“, erklärt Gunter Beitinger, Leiter des Werksverbundes der Geschäftseinheit Factory Automation und des Elektronikwerks Amberg dazu.

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