20.04.2020 - 11:35 Uhr
AmbergOberpfalz

Singen macht glücklich und schlau

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Die Förderung des Gesangs in jedem Alter liegt dem Kirchenmusiker der Amberger Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit, Christian Farnbauer, sehr am Herzen.

Die Kleinen des Kinderchores der Pfarrei Hl.Dreifaltigkeit bei einem Benefizkonzert zugunsten der Orgelsanierung. Die Kinder ebenso wie der Chorleiter hoffen, dass es bald wieder mit Proben und Auftritten losgehen kann.
von Adele SchützProfil

Dementsprechend groß ist auch das Angebot, das er für sangesfreudige Pfarrfamilienmitglieder (und übrigens nicht ausschließlich für die) anbietet. Die Möglichkeiten reichen vom Kirchenchor, einem Projektchor, dem Palestrinaensemble und dem Gospelchor „Gospelflames“ bis hin zu einem Jugendchor, dem Kinderchor und dem Bambinichor. Darüber hinaus gibt es in der Pfarrei ein Bläserquartett.

Erst kurz vor Ausbruch der Coronakrise hat der engagierte Kirchenmusiker den Bambinichor der Pfarrei ins Leben gerufen, der die jüngsten Pfarrfamilienmitglieder im Kindergartenalter motiviert, ihre Sangesfreude auszuleben.

Für Christian Farnbauer gibt es keine unmusikalischen Kinder. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, gerade den Jüngsten schon die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam zu singen. Weiß er doch auch um den nicht zu unterschätzenden Einfluss des Singens auf die Entwicklung des Kindes. „Singen macht nicht nur glücklich, sondern fördert soziale Kompetenzen und Musik allgemein fördert die Intelligenz“, macht Farnbauer bewusst.

Lob für die kleinen Sänger

Er weiß, dass man Kinder für das Singen begeistern kann, indem man viel mit ihnen singt. „Es muss als ‚normal‘ erlebt werden, dass Menschen singen“, betont er. Ansonsten dürften natürlich durch Lob der kleinen Sänger und viele positive Erlebnisse beim Singen nicht fehlen.

Farnbauer hält den Kinderchor in der Kirche für ein großartiges Angebot an alle Nachwuchssänger. Der Kinderchor sei nach seinen Informationen eine pfarrliche Gruppe ebenso wie etwa die KAB, die Jugendgruppe oder der große Kirchenchor. Die Kids dürften sich auf diese Weise einbringen und spürten auch, dass sie gebraucht würden und dass sich die Leute über ihren Gesang freuten! „Sie erleben, dass Singen wie Beten ist und werden an beides auf eine Weise herangeführt, die den Kindern viel Freude macht“, weiß Farnbauer.

Der erfahrene Chorleiter verrät, Lieder mit leicht erlernbarem Schwierigkeitsgrad seien besonders geeignet für die Nachwuchssänger: nicht zu hoch und vor allem nicht zu tief! „Kinder lernen sehr leicht, es darf aber nicht zu schwer sein, sonst verlieren sie sehr schnell den Mut. Da ist Fingerspitzengefühl vom Chorleiter gefragt“, meint Farnbauer.

Er plaudert aus dem Nähkästchen, wenn es um die Auswirkungen des Singens im Kinderchor für die Kinder, die Pfarrei und die Eltern geht. Die Kinder würden Gemeinschaft erfahren und in die musikalische Arbeit der Pfarrei hineinwachsen. Sie hätten später natürlich die Möglichkeit, in einem anderen Pfarrchor mitzusingen.

Die Eltern der sangesfreudigen Kinder lernten sich nach seinen Aussagen durch die Chor-Aktivitäten ihrer Kinder gerade in einer großen Pfarrei besser kennen und müssten für den Kinderchor natürlich auch nichts bezahlen. „Durch das frühzeitige Erlernen, für andere da zu sein und regelmäßig etwas gemeinsam zu machen, erlernen die Kinder, was sie im späteren Leben brauchen: Regelmäßigkeit, Engagement, Nächstenliebe“, betont Christian Farnbauer.

Planungen für ein Musical

Der Kinderchor von Hl. Dreifaltigkeit singt im Normalfall primär im Gottesdienst, aber auch ein Musical ist geplant. Derzeit liegt all das aufgrund von Corona natürlich auf Eis. Weiter unternimmt Christian Farnbauer gemeinsame Fahrten zu Kinderkonzerten oder Ausflüge mit den Bambinis und Kindern aus seinem Chor. Nach der Coronakrise werden die Chorproben für die Kinder immer am Mittwochnachmittag im Pfarrheim Hl. Dreifaltigkeit angeboten.

Der Chor "Sin Falta" sing gegen Corona

Grafenwöhr
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