08.04.2019 - 11:48 Uhr
AmbergOberpfalz

Hier sind sogar die Turbinen intelligent

Dieser Montagmorgen hat sich gelohnt für die Ostbayerische Technische Hochschule OTH. Pünktlich um 8.30 Uhr stand der bayerische Finanzminister Albert Füracker da und verteilte Zuschüsse und Komplimente.

Dieser Zettel ist 341 000 Euro wert. Im Bild von links: OTH-Präsidentin Professor Andrea Klug, Professor Dieter Brüggemann (Uni Bayreuth), Finanzminister Albert Füracker, Projektleiter Professor Andreas Weiß, Rolf Pfeiffer (Deprag) und Professor Arndt Bode (Präsident Bayerische Forschungsstiftung).
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Erst gab es 347 000 Euro - verteilt auf drei Jahre - für ein Forschungsprojekt mit Zukunftspotenzial, dann den berühmten Druck auf den Roten Knopf, der dieses Mal die Hot Spots des kostenlosen Bayern-W-LANs frei schaltete.

Aber zurück zur Forschung. Die 347 000 Euro kommen formal von der Bayerischen Forschungsstiftung, die damit ein Projekt zur Energierückgewinnung unterstützt, das Professor Andreas Weiß für die OTH gemeinsam mit der Deprag und dem Zentrum für Energietechnik der Uni Bayreuth betreut. Ziel dieser neuartigen Technologie ist es, die industrielle Abwärme, die ja meist nicht gleichmäßig abgegeben wird, über eine "intelligente" Turbine möglichst effizient zurückzugewinnen. Das Gerät funktioniert und könnte in seiner nächsten Stufe ein Exportschlager der Amberger Wirtschaft werden. TurboSmart, so die Fachbezeichnung, schafft es laut OTH, die Energierückgewinnung in der Industrie und an Blockheizkraftwerken um rund 20 Prozent zu steigern. Ein wichtiger Schritt hin zu mehr CO₂-Einsparung, wie der Finanzminister betonte. Denn nur durch die Schonung der Ressourcen könne eine effektive CO₂-Reduzierung gelingen. "Denn wenn die Menschheit so weitermacht, wird es der Natur irgendwann einmal egal sein, ob es früher einmal Menschen gab", machte Füracker deutlich.

An diesem Punkt setze die neue Turbine an, erläuterte Professor Andreas Weiß ihre Wirkungsweise. "Sie muss sich einstellen lassen", so Weiß. Und diese Einstellung nehme nicht ein Mechaniker sondern die Turbine selbst vor. Wobei die Technik die eine Seite ist, wie Rolf Pfeiffer, einer der Deprag-Geschäftsführer, deutlich machte. Das andere seien die politischen Rahmenbedingungen, die es zu verbessern gelte. "Und auch der Energiepreis ist ein Thema."

Freies W-LAN für die OTH:

Knopfdruck startet neue Zeit

Rund 18 800 Hotspots umfasst das kostenlose BayernWLAN inzwischen in öffentlichen Einrichtungen, Ämtern oder Bussen. Am Montag kamen per symbolischem Knopfdruck noch einmal 174 in Amberg und Weiden dazu. Der Ausbau des Glasfasernetzes und die Erweiterung des W-LAN-Angebots, das seien zwei aktuelle Zukunftsthemen seines Ressorts, sagte der Bayerische Finanzminister Albert Füracker im Rechenzentrum der OTH, wo er gemeinsam mit den Verantwortlichen auf den roten Buzzer drückte. Doch kaum hatte das neue Netz seinen Betrieb aufgenommen, versprach Füracker schon Verbesserung. Es würden nämlich demnächst auch vier Outdoor-Hotspots in Amberg installiert, um auch draußen vor den Gebäuden einen ungestörten Internet-Empfang zu garantieren. „Freies W-LAN an Hochschulen ist ein absolutes Muss“, so Füracker, der betonte, dass das BayernWLAN auch mit dem internen Hochschulnetz kompatibel sei. Der Erfolg gibt dem Minister recht: Im Januar 2019 verzeichnete das Netz schon mehr als 5,2 Millionen Nutzer in ganz Bayern.

Im Rechenzentrum der OTH schaltet Finanzminister Albert Füracker (Zweiter von rechts) das BayernWLAN frei.
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