26.05.2019 - 12:03 Uhr
AmbergOberpfalz

Stadt Amberg bekämpft den Eichenprozessionsspinner

Vor Jahren kannten den Eichenprozessionsspinner nur Naturliebhaber. Inzwischen ist das Tierchen ein Problem geworden und die Bekämpfung zu einer teuren Aufgabe. Jetzt werden befallene Eichen behandelt. Das hat Konsequenzen.

So sehen die Raupen des Eichenprozessionsspinners aus, die nun bekämpft werden.
von Externer BeitragProfil

Bei Untersuchungen von ausgewählten Bäumen hat das städtische Sachgebiet Grünplanung und Landespflege festgestellt, dass bereits Larven des Eichenprozessionsspinners geschlüpft sind und sich zum ersten Mal gehäutet haben.

Ambergs Pressesprecherin Susanne Schwab teilt dazu mit: "Deutlich erkennbar ist der Befall anhand von Fraßspuren an den frischen Blättern der Eichen, an den Ansammlungen der behaarten Raupen und an den Häutungsresten auf der Baumrinde."

Tipps und Informationen zum Eichenprozessionsspinner

Bayern

Die Raupen fressen das Blattgrün bis auf die Blattadern ab und ziehen sich danach in Gruppen zur Häutung in regengeschützte Teile auf der Unterseite von Ästen oder in Astgabelungen zurück. Die Eichenprozessionsspinnerraupen dürften nicht mit Gespinstraupen anderer Falterarten wie Frühlingswollafter und Pflaumengespinstmotte verwechselt werden. Diese befallen andere Gehölzarten wie Linden, Birken, Schlehen, Weißdorn oder Pfaffenhütchen und sind für den Menschen ungefährlich.

Wie Susanne Schwab in ihrer Presse-Info zudem schreibt, geht von den Raupen des Eichenprozessionsspinners keine Gefahr aus, solange sie sich im ersten und zweiten Entwicklungsstadium befinden und noch keine Brennhaare haben. Dies sei aber der optimale Zeitpunkt, um vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Schädlings zu starten. Aus diesem Grund werden am Montag und Dienstag, 27. und 28. Mai, befallene Eichen auf verschiedenen städtischen Flächen, die als besonders sensible Bereiche gelten (wie beispielsweise in öffentlichen Grünanlagen, im Sportpark, auf Spielplätzen, Schulen und Friedhöfen) mit einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel behandelt.

Nur so könne die weitere Entwicklung der Raupen, vor allem aber die Entwicklung von Individuen mit Brennhaaren, unterbrochen werden. Da ein größeres Sprühfahrzeug eingesetzt wird und während der Behandlung besondere Sicherheitsvorschriften zu beachten sind, muss laut Schwab mit kurzzeitigen Behinderungen, Sperrungen und Umleitungen gerechnet werden. Der Ammersrichter Friedhof und der Waldfriedhof in Raigering sind während der beiden Tage komplett gesperrt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.