04.11.2019 - 16:32 Uhr
AmbergOberpfalz

Stadt Amberg hält an Gewerbegebiet B85/AM30 fest

Im Sommer haben die Amberger einen Aufschrei aus Kümmersbruck verursacht, als sie die Pläne für ein Gewerbegebiet nahe Gärmersdorf auf den Tisch legten. In der Stadt ist man aber der Auffassung, dass diese Ablehnung nicht viel ändert.

Auf Kümmersbrucker Seite hatten im Sommer Landwirte kräftig Stimmung gegen die Amberger Pläne für ein Gewerbegebiet mit Autohaus in der Nähe von Gärmersdorf gemacht.
von Markus Müller Kontakt Profil

Am Stadtrand, unweit vom Kümmersbrucker Ortsteil Gärmersdorf und gegenüber dem Gewerbegebiet Ost "Franzosenäcker", möchte die Stadt Amberg ein neues, etwa acht Hektar großes Gewerbegebiet B85/AM30 ausweisen. Allerdings ist der Kümmersbrucker Gemeinderat strikt dagegen. Er hat es mit 24:0 Stimmen abgelehnt, als er im Juli im Zuge des Amberger Bebauungsplanaufstellungsverfahren darüber befinden musste.

Die Frage ist, was Amberg mit diesem eindeutigen Votum anfängt. Stoppt diese Ablehnung die Pläne für das Gewerbegebiet an der Kreuzung der Bundesstraße 85 mit der Kreisstraße AM 30? Und was wird dann mit dem dort auf einer Fläche von 3,3 Hektar geplanten "Premium-Autohaus"?

Die Kümmersbrucker Gemeinderäte hatten Lärmemissionen sowie negative Auswirkungen auf den Bau von Wohnhäusern in Gärmersdorf befürchtet, außerdem eine massive Versiegelung von Flächen, die zu Überschwemmungen im Bereich des Krumbachs führen könne, und darüber hinaus "viel zu vage Planungen" der Stadt Amberg bemängelt.

Diese Einwände könnten aber vom Amberger Stadtrat in der Abwägung "weggewogen" werden, wenn er sich das nächste Mal mit der Materie befasse, erklärte Thomas Graml von der Pressestelle auf AZ-Nachfrage. Denn nach Amberger Einschätzung habe das geplante Gewerbegebiet keine unmittelbaren Auswirkungen auf Gärmersdorf, und es liege ja auch nicht direkt an der Stadtgrenze.

Natürlich müsse vorher der Lärmschutz geprüft werden, doch bei einer (Mindest-)Entfernung von 300 Metern zur Gärmersdorfer Wohnbebauung und dem "reinen Tagbetrieb", der in dem Autohaus vorgesehen sei, könne man davon ausgehen, dass das kein großes Problem darstelle. Laut Graml steht allerdings noch nicht fest, wann dieses Thema wieder in den Amberger Bauausschuss kommt.

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