11.05.2020 - 10:46 Uhr
AmbergOberpfalz

Stadt Amberg verspricht Gastro-Branche: Jeden möglichen Quadratmeter nutzen

Gaststätten, Biergärten, Wirtshäuser und Restaurants dürfen wieder öffnen. Zunächst ab 18. Mai nur im Außenbereich, noch vor Pfingsten auch innen. Die Stadt entwickelt dafür nun ein eigenes Konzept und spricht von "Urlaubsfeeling daheim".

So sieht es seit Wochen auf dem Amberger Marktplatz aus: Stühle und Tische, aber keine Gäste. Die dürfen aber ab Montag, 18. Mai, wieder Platz nehmen. Zunächst nur im Freien, eine Woche später dann auch im Innenraum.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger haben am Dienstag vergangener Woche eine schrittweise Öffnung der Gastronomie angekündigt. Sehr zur Freude von Oberbürgermeister Michael Cerny, der schriftlich mitteilt: "Die damit verbundene Anregung von Herrn Aiwanger für eine großzügige Handhabung greift die Stadt Amberg gerne auf." Mit Karlheinz Brandelik, dem Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Gewerbebau, und Baureferent Markus Kühne hat Cerny vereinbart, dass im Vorfeld der ab Montag, 18. Mai, geplanten Öffnung der Außenbereiche ein ausgewogenes Konzept entwickelt wird, "das den aktuellen Erfordernissen genauso wie den Bedürfnissen der Gastronomen Rechnung trägt".

Bestehende Flächen erweitern

Darum werde geprüft, inwieweit die bestehenden Freischankflächen erweitert und derzeit noch nicht gastronomisch genutzte Flächen den Betreibern zusätzlich zur Verfügung gestellt werden können. Damit diese die notwendigen Hygienevorschriften und speziell die Abstandsregelungen besser und leichter umsetzen können. "Dabei könnten wir uns gut vorstellen, dass gerade auch kleinere Plätze für die Außenbewirtung freigegeben werden", sagt Gewerbebau-Chef Brandelik und verweist auf südliche Länder, in denen es zahlreiche dieser lauschigen Ecken und Plätzen gibt, "auf denen nur wenige Tische stehen und gerade deshalb zum Kommen und Hinsetzen einladen". Vielleicht, so Cerny, "gelingt es uns damit, den Ambergern auch ein wenig von dem Urlaubsfeeling zu vermitteln, das uns in diesen Tagen abhanden gekommen ist". Der Oberbürgermeister freut sich eigenen Aussagen zufolge daher schon jetzt auf den "Urlaub daheim".

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"Weitestmöglich gerecht"

Ganz besonders aber ist es Cerny und Brandelik laut ihrer Presseerklärung wichtig, dass die stark durch die Corona-Pandemie betroffene Gastronomie von dieser Maßnahme profitiert. Brandelik: "Deshalb soll auch darauf geachtet werden, eine je nach Situation und Lage der Einrichtungen weitestmöglich gerechte Lösung zu finden, mit der alle gut leben können." Aus demselben Grund werde es auch bezüglich der Sondernutzungsgebühren ein Entgegenkommen vonseiten der Stadt Amberg geben.

Aktuell arbeite die Bauverwaltung das erforderliche Nutzungskonzept aus. Im Zuge dessen habe es auch bereits Ortsbegehungen gegeben. Markus Kühne verspricht: "Im Laufe dieser Woche liegt das Ergebnis vor. Interessenten, die ebenfalls mit einbezogen werden möchten, können sich gern bei uns melden." Möglich ist das unter Telefon 09621/10-11 00 oder der E-Mail an sondernutzung[at]amberg[dot]de.

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