Amberg
05.11.2018 - 16:30 Uhr

Stadt sucht nach Personal: Gerne Pflegekräfte aus Trikala

Amberg versucht den Mangel an Pflegekräften durch Anwerbungen auch in der griechischen Partnerstadt Trikala zu beheben. Die Stadt regt an, für die Kitas erfahrene Frauen zu Tagesmüttern auszubilden.

von usc
Nur ein Teil der zu ehrenden Jubilare des CSU-Ortsverbands Sebastian ist zur Feier im Kongresszentrum erschienen (von links): Paul Pirzer (40 Jahre), Angelika Werner (45 Jahre), Elisabeth Marquardt (40 Jahre), Birgit Wittmann (30 Jahre) und Oberbürgermeister Michael Cerny (25 Jahre). Bild: usc
Nur ein Teil der zu ehrenden Jubilare des CSU-Ortsverbands Sebastian ist zur Feier im Kongresszentrum erschienen (von links): Paul Pirzer (40 Jahre), Angelika Werner (45 Jahre), Elisabeth Marquardt (40 Jahre), Birgit Wittmann (30 Jahre) und Oberbürgermeister Michael Cerny (25 Jahre).

Die Wähler in der Region hätten es offenbar nicht gewürdigt, dass die Staatsregierung durch Behörden- und Dienststellenverlagerungen wichtige Impulse für Amberg gegeben habe. Dies kam bei einer Jubilarehrung des CSU-Ortsverbands Sebastian zum Ausdruck.

OB Michael Cerny führte dazu als größte Leistung für die Stadt die Ansiedlung des Landesamts für Pflege an. Cerny rechnet damit, dass in der endgültigen Besetzung rund 350 Leute dort arbeiten werden, davon etwa 280 in Vollzeit. Dies sei eine sogenannte Mittelbehörde, vergleichbar mit der Regierung der Oberpfalz. Keine Stadt in Bayern habe so von den Behördenverlagerungen profitiert wie Amberg. Für das Stadtoberhaupt hat die CSU in Berlin inhaltlich richtig gearbeitet, das aber in der Öffentlichkeit falsch dargestellt.

Spanien oder Griechenland

Cerny ging in seinem Beitrag auch auf Defizite im lokalen Arbeitsmarkt ein. Nach seiner Einschätzung brauchen Zuwanderer mit Bleiberecht noch viel Zeit, bis sie eine notwendige Qualifizierung erreichen. Etwa als Pflegekräfte. Cerny verwies auf die Bemühungen, Fachkräfte aus Spanien nach Amberg zu holen, ebenso aus der griechischen Region Trikala. Dorthin werde eine Delegation mit Vertretern der Arbeitsagentur reisen und mögliche Potenziale sichten.

Einen großen Engpass sieht Cerny auch bei der Kinderbetreuung: "Woher sollen wir die zusätzlich notwendigen Erzieherinnen nehmen?"

Eine Zwischenlösung sähe er darin, erfahrene Mütter zu Tagesmüttern für den Einsatz in Kindergärten auszubilden. Durchaus realisierbar hält Cerny die Forderung der Freien Wähler nach kostenlosen Plätzen in den Kitas. Was das Finanzgebaren im städtischen Haushalt anbelangt, so verwies Cerny auf das hohe Investitionsvolumen im Etat. Die Stadt habe schon seit 2000 ihre Schulden kontinuierlich abgebaut, ohne die Investitionen zu vernachlässigen.

Für bezahlbare Mieten

Kurz ging Cerny auch auf das Thema bezahlbare Mietwohnungen ein. Die Stadtbau könne momentan teilweise noch Mieten von unter sechs Euro pro Quadratmeter anbieten. Nicht zuletzt auch durch die Zuwanderung gibt es laut Cerny einen starken Druck auf dem Wohnungsmarkt. Die Stadt verkaufe deshalb vorrangig Grundstücke für sozialen Wohnungsbau, versicherte Cerny.

Vor der Versammlung im ACC-Restaurant bestand die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Kongresszentrums zu werfen. Die Besucher stellten fest, dass sich das ACC technisch auf einem sehr guten Stand befindet. Überrascht waren sie von den vielfältigen Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten im Saal.

Ehrungen beim CSU-Ortsverband Sebastian:

Birgit Wittmann, Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Sebastian, dankte jenen Mitgliedern, die zur Ehrung für langjährige Parteimitgliedschaft anstanden, für die Treue und für ihre Unterstützung der Parteiarbeit vor Ort. Das sind die Jubilare: Michael Wittmann und Franz-Xaver Schumann (jeweils 55 Jahre), Leonhard Hubmann (50), Angelika Werner (45), Paul Pirzer, Helmut Herbst und Elisabeth Marquardt (jeweils 40), Birgit Wittmann und Peter Kraus (30), OB Michael Cerny (25) und Jürgen Pöllath (15). (usc)

 
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